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Ohne Ende...

Basement
Tigers Jaw

Hamburg, Knust
20.02.2016
Basement
"Das ist krank, einfach großartig", fand die Band nach 45 Minuten. "Das ist die beste Show der Tour." Oder sagte sie bestes Publikum? Mist, in der Euphorie ein bisschen verdaddelt, aber an Ende ist es auch nicht wichtig, weil beides möglich ist. Denn was war dieser Abend, was waren Basement großartig. Und was wurden sie dafür abgefeiert. Auch wenn sie es am Ende etwas verbockten und der Anfang des Abends auch nicht so super war...
Den Anfang nämlich machten Tigers Jaw und die waren irgendwie nur okay. So ganz nett könnte man böse sagen, kann man gucken, muss man aber auch nicht. Dabei waren sie musikalisch durchaus klasse, es gab schroffen Indie mit Punk- und Nirvana-Momenten, der durchaus Dampf besaß und frisches Leben in dem vom verregneten Sonntag ermüdeten Körper brachte. Was störten waren die Stimmen. Wenn entweder oder Brianna Collins oder der ebenfalls mit einer eher hohen, sanften Stimme ausgestattete Ben Walsh sangen nahmen sie der Musik sämtliche Kraft, wenn sie wie gefühlt fast immer gemeinsam sangen, verwässerten sie das Ganze noch mehr und langweilten zudem mit dem immer gleichen Effekt der Doppelstimme.
Besser, viel besser, sogar viel viel besser machten es Basement, die noch immer relativ frisch reunierten Britpunks. Anfang des Jahres erst veröffentlichten sie ihr "Comeback"-Album "Promise Everything" und wir waren begeistert. "Knaller von Album" nannten wir es und freuten uns über "feinsten Indierock, eine dezente Punkrock-Attitüde und 1990-beeinflussten Emorock". Oder einfach: "Große Gefühle treffen auf feine Melodien, mal schroff und mal zart untermalt und zu jeder Zeit besonders." Und das alles gab es nun live. Plus die vielen tollen Sachen der beiden tollen Vorgänger-Alben. Das bedeutete "Brother's Keepper" und "Spoiled", "Oversized" und "Fading", "Aquasun" und "Earl Grey". Da konnte nichts schief gehen und da ging nichts schief. Die Band zockte sich so souverän wie leidenschaftlich durch das Set und die Menge im bestens gefüllten Club feierte sie dafür, besuchte die Band auf der Bühne und sprang gefühlt im Schnitt zweimal pro Song wieder runter. Alles war gut, alles war super. Doch als nach nicht einmal einer Stunde plötzlich und sofort Schluss war und die Band überraschend schnell und endgültig die Bühne verließ, stand man ein bisschen verlassen da. Das soll es gewesen sein? Ohne Ende nach eben noch ohne Ende Spaß? Ach nö. Aber doch.
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Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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