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Riesig. Zu Recht.

Bosse

Hamburg, Trabrennbahn
26.08.2017
Bosse
Es kann nicht jeder die Musik von Bosse mögen. Aber jeder muss diesen Typen, den Menschen, den Aki mögen. Denn der? Ist so nett, so echt und so ganz klar auf der richtigen Seite. Und deshalb hat er seinen Erfolg auch absolut und ohne Diskussion verdient. In Hamburg, seiner Wahlheimat, scheint der Erfolg sogar noch etwas größer als im Rest der Republik. Hier spielt er vor satten 13.000 Menschen und mit den Mighty Oaks und Boy im Vorprogramm.
Es spricht für Bosse, dass er dann auf der Bühne offen spricht. Über seine Aufregung, seine Schlaflosigkeit vor der Show, seine Bulldoge, die auch nicht schlafen konnte, seine Freude und seine Begeisterung über die Show. Man nimmt es ihm ab, wenn er meint, das wäre gerade die beste Show, die er je gespielt hätte, wenn er sich wie ein kleines Kind freut, wie über die Eisenbahn zu Weihnachten. Es ist so echt, es ist so sympathisch. Und herrlich fern von Ego-Gewichse, Abgezocktheit, irgendwelchen Allüren. Nein, Bosse feiert lieber seine Band auf der Bühne, bedankt sich, gibt ihnen Raum und singt mit seiner Keyboarderin Valentine. Später dann holt er Prinz Pi auf die Bühne, um den gemeinsamen Song "Hellrosa" vom kommenden Pi-Album "Nichts war umsonst" zu singen.


Und noch später kommt erst Valeska Steiner von Boy für "Nächsten Sommer" auf die Bühne, später dann Herr Spiegelei von Deichkind, der für Casper bei "Krumme Symphonie" einspringt und kurz vor Schluss auch noch Sebastian von Madsen bei "Alter Strand". Fix was los auf der Bühne also. Und davor? Wird Bosse gefeiert, wird der Abend gefeiert. Sicher, hinten herrscht eher Festival-Stimmung, Bier hier, Schnack da und von irgendwo her kommt die Musik. Aber vorne? Wird getanzt (oder wie Bosse bat: Der Bootie geshakt), gesungen, mit den Handy Licht gemacht.

Popstar, Rockstar, was auch immer, der Typ da oben wusste, was die da unten wollten. Und spielte und spielte und spielte "Außerhalb der Zeit" und "Nachttischlampe", "Steine" und "Tanz mit mir", "Istanbul" und "3 Millionen", "Schönste Zeit" und "Frankfurt Oder". Dazu deutliche Worte in Sachen AfD, intelligente Worte zur Türkei und einen Aufruf, doch bitte den Viva Con Agua-Spendenrekord zu brechen. Und das? Wurde geschafft: "12.041 Euro ist die größte, auf einem Einzelkonzert eingenommene Summe von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.!! 1000 Dank für Eure Becher" postete er auf Facebook. Wie kann man diesen Typen nicht mögen?

Surfempfehlung:
www.axelbosse.de
www.facebook.com/bossemusik
Text: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-


 
 

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