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Tonträger-Review
 
Hymn - Perish

Hymn - Perish
Svart/Cargo
Format: CD

Keine leichte Kost. Eher so das Gegenteil. Das komplette. Hymn, der Name, von wegen. Die zwei Norweger zelebrieren hier einzig und allein ihren ultra-sperrrigen, wüsten, anstrengenden Sound zwischen Doom, Sludge und Metal. Und das ist nicht immer ein Vergnügen. Weder, wenn sie sich träge, monoton und düster durch die Songs schleppen, noch wenn sie plötzlich mal aufdrehen, frickeln, schreien und anfangen, zwischendurch regelrecht zu prügeln ("Spectre"). Hymnen gehen anders.

Was die Sache nicht einfacher macht: Ein Song kann hier auch mal über zehn ("Perish") und über zwölf Minuten ("Rise") lang sein, der kürzeste braucht sechs Minuten und 28 Sekunden. Oder anders: Hymn lassen sich Zeit, genießen hier jeden Moment der Destruktion, erfreuen sich an beklemmenden Momenten, feiern die Verstörung, die Zerstörung, das Kopfkino, das sie erzeugen. Und wir so? Finden durchaus spannende Sachen hier, der Typ kann schreien, manche Gitarren sind schon geil fies und auf's Schlagzeug wird hier auch mächtig gebollert. Auch ertappen wir uns dabei, ganz oft ganz genau zuzuhören und zum Beispiel auch ganz still zu sein (wenn auch Hymn bei "Rise" zwischendurch ganz ganz still werden) und direkt danach wieder leicht zu nicken, wenn Gitarrist, Bassist und Sänger Ole Rokseth und Schlagzeuger Markus Støle wieder etwas aufdrehen. Irgendwas machen die beiden also absolut richtig, ganz scheiße ist "Perish" nicht. Wenn es nur nicht so anstrengend wäre...



-Mathias Frank-




 
 
 

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