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Yasmine Hamdan - Al Jamilat

Platte der Woche

KW 11/2017


Yasmine Hamdan - Al Jamilat
Crammed Discs/Indigo
Format: CD

Als Yasmine Hamdan vor vier Jahren ihr Solo-Debüt-Album "Ya Nass" vorlegte, wirkte das ganze wie eine Art musikalischer Black Box: Yasmin singt nämlich konsequent auf Arabisch (während sie durchaus des Englischen mächtig ist) - hat aber musikalisch mit Weltmusik im weitesten Sinne und Nahöstlichem im engeren so gar nichts am Hut. Das ist auch auf dem nun vorliegenden, zweiten Album der Fall. Tatsächlich ist es Yasmin und ihren Mitstreitern (Shahzad Ismaily, Steve Shelley (Sonic Youth) und den Produzenten Luke Smith und Leo Abrahams) gelungen, ein musikalisches Klanguniversum zu erschaffen, das nicht nur auf folkloristische Elementen weitestgehend verzichtet, sondern das stilistisch auch ansonsten kaum Referenzen zulässt. Wenn überhaupt, dann nur in dem Sinne, dass Yasmins Musik betont modern klingt und auf emotionale Art westlich orientiert scheint - ansonsten ist jedermann auf die eigene Interpretation angewiesen.

Es gibt einen wilden Mix aus elektronischen und organischen Bestandteilen, Effekten, Texturen, Loops und Grooves, die keine klaren Parallelen zu existierenden Stilen und Genres aufweisen - nicht mal zu HipHop und R’n'B, was noch am nächsten gelegen hätte. Obwohl das bei einer Kosmopolitin wie Yasmine Hamdan, die in einer Vielzahl von Ländern gelebt hat, eigentlich fast logisch ist, ist es dennoch erstaunlich, denn nicht jeder macht sich schließlich die Mühe, eine eigene musikalische Sprache zu entwickeln. Kurzum: So etwas hat es schlicht noch nicht gegeben. Punkt.



-Ullrich Maurer-


Video: "La Ba'den"


 
 
 

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