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Tonträger-Review
 
Illegale Farben - Grau

Illegale Farben - Grau
Rookie Records/Indigo
Format: CD

Es ist gerade mal eineinhalb Jahre her, dass wir vom ersten Album der Illegalen Farben schwärmten. "Post-Punk irgendwie. Hit-verdächtig", schrieben wir. "Verspielt hier, straight dort und Monotonie hat ja auch mal ihren Reiz. Das Resultat sind zwölf beeindruckend spannende Lieder voller Melancholie, Kopfkino und Euphorie." Jetzt also kommt schon Album Nummer zwei. Gleiches Label, wieder zwölf Lieder, grob ähnlicher Sound - nur noch spannender, noch besser. "Grau" ist großartig.

Die Bausteine sind geblieben, Post-Punk, Wave, Indie und etwas, das irgendwie an die NDW erinnert. An die dunkle Seite der Neuen Deutschen Welle. Düster, kalt und manchmal monoton wie zum Beispiel "Die große Stille". Anderes, vieles hier kommt direkter, offensiver, geht als Hit durch. "Marsch ins Verderben" zum Beispiel ("Weiter, immer weiter, die Schönheit liegt im Scheitern" werden wir live laut alle mitsingen), auch "Sirenen" oder "Schneeweiß" gehören in diese Kategorie, zeigen die straighte Seite der fünf Kölner. Anderes kommt sperriger, verkopfter und ebenso aufregend und manches, wie das bedrückend beeindruckende "Problemzone Mensch" zum Beispiel, einfach mal dazwischen. Und alle irgendwo und nur ganz grob zwischen Love A, Trümmer und Hotel Schneider und doch einzig und alleine Illegale Farben. Die sagen: "Die Songs vom ersten Album haben eigentlich erst mit unseren Live-Auftritten ab Sommer 2015 richtig angefangen zu leben. Mit dieser Energie wollten wir direkt schauen, ob wir noch ein Album in uns haben." Wir sagen: hatten sie. Und das lebt direkt, sprüht vor Energie, vor Klasse. Im November und Dezember gehen sie damit auf Tour.



-Mathias Frank-


Video: "Frequenz"


 
 
 

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