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Millionaire - Sciencing

Millionaire - Sciencing
Unday/Rough Trade
Format: CD

2001 erschien das erste Album "Outside The Simian Flock", 2005 folgte "Paradisiac", bis heute mussten wir auf das dritte Millionaire-Album warten. Der Band von Tim Vanhamel, dem belgischen Tausendsassa, der auch bei den Evil Superstars und dEUS, bei Broken Glass Heroes und vielen, vielen anderen Bands und Projekten seine Finger im Spiel hat(te). Und jetzt endlich wieder als Millionaire musiziert. Was er nicht ganz überraschend ganz ausgezeichnet macht.

Was genau er da macht, das ist schwer zu definieren. Weil hier so viel passiert, weil Vanhamel kaum Grenzen kennt und sich auf "Sciencing" hemmungslos austobt. Ist der der Opener "I'm Not Who You Think You Are" nämlich noch ein recht fieser Brecher und lärmt auch "Love Has Eyes" weit über fünf Minuten, ist das hier trotzdem kein stonerrockiges Indie-Album. "Back In You" nämlich zum Beispiel ist eine als Ballade getarnte psychedelische Super-Reise, auch "Gurus Feet" wandelt in fremden Atmosphören und "Wastelands" geht fast als 1980er-Pop-Song durch. Für das ruhige "Silent River" hat Vanhamel sich die kanadische Sängerin Clara Klein ins Studio geladen und "LHomme Sans Corpse" ist Pop, ist McCartney, ist trotzdem Millionaire. Verwirrend das Ganze, dabei ziemlich faszinierend und am Ende irgendwie... schön. Aber Vanhamel sagt ja selbst: "Jetzt, wo ich etwas älter bin, fühle ich das Bedürfnis mehr und mehr, etwas zu machen, was auch schön sein kann." Was ihm eindrucksvoll gelungen ist.



-Mathias Frank-


Video: "I'm Not Who You Think You Are"


 
 
 

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