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Broken Social Scene - Hug Of Thunder

Broken Social Scene - Hug Of Thunder
City Slang/Universal
Format: CD

Als "Ursuppe der Kanadischen Indierockexplosion der Nullerjahre" wird die Combo in der aktuellen Bio bezeichnet. Da ist was dran, denn immerhin etablierten die bis zu 15 Mitglieder starke Truppe den Kommunengedanken, der dann von anderen kanadischen Bands wie Arcade Fire oder den New Pornographers auf die Spitze getrieben wurden. Das neue Album wurde - 15 Jahre nach dem Debüt - von den Attentaten in Paris getriggert, denen die Band mit ihrer Musik etwas Positives entgegen setzen wollte. Musikalisch ging man dabei nach dem bewährten Muster vor: Bloß nix machen, was zu erwarten gewesen wäre!

Insofern ist diese neue Songmischung dann auch wieder ein Meisterbeispiel in Sachen musikalischer Unberechenbarkeit zwischen Indie-Rock, eigenartigen jazzige Soul-Eskapaden, Elektro-Pop und ein wenig Vaudeville-Folk. Neben der neuen Co-Front-Frau Ariel Engle sind auch wieder Emily Haines und Leslie Feist als Vokalistinnen dabei, was der Scheibe einen angenehm femininen Touch verleiht (auch wenn die Musik im Ganzen an sich zuweilen immer noch Testosteron-Stachel aufzuweisen hat). Und es gibt noch einen Unterschied zu den Anfangstagen: Entstand damals zuweilen vieles aus dem improvisatorischen - und manchmal unegalen - Gewusel der Beteiligten, so erscheint heutzutage alles schön durchorchestriert und -strukturiert. Und das von Joe Chiccarelli produzierte Werk klingt auch zeitgemäß brillant - ohne allerdings die Spielfreude und greifbare Erdigkeit zu vernachlässigen. Auch wenn sich BSC ja nie aufgelöst haben, ist diese Scheibe zumindest eine Rückkehr nach Maß geworden.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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