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Melvins - A Walk With Love & Death

Melvins - A Walk With Love & Death
Ipecac/Pias/Rough Trade
Format: 2CD

Immer mal was Neues aus dem Hause Melvins. Heute eine Doppel-CD, bestehend aus einem neuen Album und einem Soundtrack. Kann man machen. Muss man haben. "A Walk With Love & Death" ist ziemlich sehr fett geworden. Sänger Buzz Osborne sagt: "Für uns ist 'A Walk With Love & Death' die Arbeit an drei Dingen: das Album, der Soundtrack und der Film. So gesehen haben wir uns eine neue Messlatte gesetzt." Und Drummer Dale Crover meint: "'A Walk With Love & Death' ist ein gigantischer dunkler, launischer, wie psychotischer Trip. Das ist definitiv nichts für Warmduscher. Nachdem du das Album gehört hast, schläfst du nachts definitiv nur mit eingeschaltetem Licht ein."

23 Songs (na ja, Songs...) haben sie auf die beiden CDs gepackt, sich drei Gäste (Joey Santiago von The Pixies, Teri Gender Bender von Le Butcherettes bzw. Crystal Fairy und Anna Waronker von That Dog) geladen und ganz viel schwere Schönheit produziert. Und ganz viel mächtigen Schrott. Melvins-Style, Digga.

Die erste CD, das reguläre neue Album namens "Death" besteht aus neun irgendwie typischen Melvins-Songs und damit neun einzigartigen, cleveren, lärmenden Melvins-Songs. Manchmal ultra-schleppend, monoton und anstrengend wie der Opener "Black Heath", dazwischen aber auch mal butterweich, verträumt, traumwandlerisch schön und psychedelisch kaputt wie "Sober-dellic (acid only)", kräftig und mächtig groovend wie "Flaming Creature". Schon mal wahnsinnig gut. Und im Vergleich zu dem, was danach kommt, ziemlich leichte Kost. Denn "Love", die zweite CD, der Soundtrack zum Kurzfilm von Jesse Nieminen, besteht nicht wirklich aus Musik. Sondern aus Klängen, aus obskuren, bösen, komplett kaputten Sounds, die nur selten als Song durchgehen. Das dreckige Blues-Massacker "Give It To Me" ist so eine Ausnahme, das alberne "Scooba" eine andere. Doch auch die tun weh, die kann man sich nicht wirklich anhören, sondern die skippt man durch und ist froh, wenn man durch ist und sich wieder dem "Death" widmen kann. Und das? Dann gerne oft und immer wieder. Weil: Melvins.



-Mathias Frank-


Audio: "Christ Hammer"


 
 
 

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