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Tonträger-Review
 
Lana Del Rey - Lust For Life

Lana Del Rey - Lust For Life
Vertigo/Universal
Format: CD

Nun ist der Titel "Lust For Life" ja nicht eben einer, den man - musikalisch und stimmungsmäßig - ausgerechnet mit Lana Del Rey in Verbindung bringen würde; er zeigt aber vielleicht, dass sie sich endlich mal aus diesem depressiven Torch-Song-Sumpf lösen möchte, in den sie sich (ohne Not) mit den letzten beiden Alben hineinmanövriert hat. So kommen die neuen Tracks zwar nicht gerade als fröhliche Pop-Songs daher, sind aber immerhin mit interessanten Arrangements garniert und bieten - vor allen Dingen - songwriterisch wieder mehr, als das nächstbeste zu erwartende Retro-Noir-Klischee, wie zuletzt scheinbar üblich.

Allzu sehr verbiegen musste sich Lana Del Rey dafür freilich nicht, denn auch die Original-Versionen der Pop-Hits ihres Durchbruchs-Albums "Born To Die" bewegten sich ja eher im balladesken Metier und gerieten erst durch Radio-Edits und Remixe zu Pop-Ehren. Was dieses Mal noch neu hinzugekommen ist, ist eine Art sozialkritischer Note in Songs wie "When The World Was At War We Kept Dancing" oder "Change", in denen sich Lana auf persönlicher Ebene Gedanken über den Zustand der Welt (= der USA) macht. Neben einiger sehr guter Tracks, die nahtlos an die Preziosen der "Born To Die"-Phase anschließen, gibt es noch einige überraschende Kollaborationen - etwa mit The Weekend, Sean Lennon oder Stevie Nicks als Duettparterin. Kurz gesagt: Mit diesem Album schließt Lana Del Rey auch zu jenen Konkurrenz-Produktionen ihrer zahlreichen Epigonen auf, die sie stilistisch in der Zwischenzeit links und rechts überholt hatten.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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