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FLIX RECORDS / FLIX AGENCY
 
Eine große Familie
Flix Records / Flix Agency
Wir sprachen schon über Flix. Über das Label Flix Records mit tollen Bands und Künstlern wie MxPx, The Static Age, Heartsounds, Far From Finished oder John Allen. Und die Flix Agency, eine Promotion-Agentur unter dem gleichen Dach, die für Hervorragendes wie die Muncie Girls, Pilot To Gunner, J. Robbins, The Static Age, Such Gold, The Ataris oder Idol Class arbeitet(e). Jetzt sprachen wir auch mit Flix. Genauer gesagt mit Felix Willikonsky, einem der Flix-Macher. Anlass des Gesprächs waren die im kommenden Juli stattfindenen Flix Fests in gleich fünf Städten, auf denen Bands wie Pears, Such Gold oder The Static Age spielen werden. Doch natürlich befragten wir den guten Felix auch gleich noch zu ein, zwei anderen Dingen rund um's Flix Imperium.
GL.de: Wer bist du überhaupt, was machst du, was hast du davor gemacht?

Ich heiße Felix, bin 31 Jahre alt und ich arbeite freiberuflich. Für kleine Bands und derzeit vor allem auch für eine Werbeagentur. Davor war ich über sechs Jahre in Wien, habe dort gearbeitet, studiert und nebenbei noch das kleine Plattenlabel betrieben.

GL.de: Und was genau ist und was genau machen die Flix Agency und Flix Records?

Die Flix Agency eine kleine Musikagentur aus Berlin und wir kümmern uns primär um kleine Bands in Sachen Promo, Booking und Management. Das Ganze ist vor drei Jahren aus dem Label Flix Records heraus entstanden und mittlerweile sind wir zu fünft. Jeder von uns arbeitet selbstständig als Freelancer an seinen Projekten. Inzwischen haben wir ein kleines Büro in Toronto (Kanada), um von dort aus viele Bands nach Europa zu holen - und umgekehrt. Dabei arbeiten wir nicht mit den größten der größten und coolsten der coolsten Bands, sondern versuchen mit kleinen Acts den größtmöglichen Output zu erreichen. Das ist das, was uns Spaß macht.

GL.de: Was ist das Beste am Label-Machen und was ist eher doof?

Ich habe das Label damals nach dem Abi gegründet und es hat mir die Möglichkeit gegeben, mich auszuprobieren und mein eigenes Ding zu machen. 2011 habe ich versucht, das Ganze noch professioneller zu betreiben und gemerkt, dass mir diese typische Label-Struktur überhaupt nicht liegt und auch keine Freude bringt. Mir macht es mehr Spaß, eine Platte zu bewerben, als sie zu verkaufen. Heute ist Flix Records deswegen ein Mini DIY Label. Der Fokus liegt dabei aber eindeutig auf der Agentur und dem Promo-Aspekt.

GL.de: Schon mal bereut, Flix zu machen?

Nein, noch nie. Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Manchmal gibt es so menschliche Enttäuschungen, die besonders hart sitzen, wenn man viel Euphorie und Herzblut investiert. Aber das gibts überall.

GL.de: Angenommen, ich möchte ein Label oder eine Agentur machen - haste einen Tipp für mich?

Ja, ganz viele. Schreib mir einfach: felix@flixagency.com. Den einen Tipp habe ich aber nicht. Bevor ich angefangen hatte, habe ich damals Jan von Yo-Yo Records das gleiche gefragt und er meinte einfach: "Bring einfach deine erste 7" raus und dann guck ob dir das Spaß macht". Das hat mir gehofen, deshalb gebe ich das einfach mal so weiter.

GL.de: Es gibt so viele gute kleine Labels, wie ist der Kontakt untereinander? Hilft man sich oder macht jeder sein Ding?

Ich finde die Labels in Deutschland könnten sich noch besser untereinander vernetzen. Da bräuchte es mal jemanden, der das aktiv in die Hand nimmt. Aber der generelle Austausch untereinander ist auf jeden Fall da. Wir arbeiten ja über die Agentur viel mit Künstlern von Gunner Records, Arctic Rodeo Recordings, Fond of Life Records und No Panic! Records zusammen. Von daher sind wir mit diesen Labels am meisten in Kontakt.

GL.de: Was waren deine bisherigen Highlights?

The Scandals auf der The Gaslight Anthem Tour in Europa, die Metalcore Band Continents in Japan mit The Ghost Inside und als wir Andrew Paley nach Brasilien gebucht haben.

GL.de: Warum der Wechsel damals von Wien nach Berlin? Und: hat er sich gelohnt?

Meine Freundin wollte damals nach dem Studium beruflich nach Paris und ich bin ihr zuvorgekommen und habe einen Job in Berlin angenommen. Ich wollte einfach partout nicht nach Frankreich. Es hat sich ergeben, dass Katrin und Arabell, die damals auch über Flix Agency Touren gebucht haben, auch fast zeitgleich nach Berlin gezogen sind. Das war fast schon schicksalshafte Fügung. Ich habe es auch nie bereut, Berlin ist eine tolle Stadt. Anfangs habe ich Wien vermisst, inzwischen kann ich mir nicht vorstellen woanders zu leben.

GL.de: Was passiert abgesehen von den Flix Fests in den kommenden Monaten?

Wahnsinnig viel. Wir buchen und promoten sehr viele Bands. Über mangelnde Arbeit kann sich keiner Beschweren.

GL.de: Ihr habt bei der Hornbach-Kampagne mitgemacht, wonach hast du die Bands ausgewählt und waren die Bands sofort dabei oder musste man sie überzeugen?

Das "Herrenzimmer" war ein weiteres Highlight. Ich habe den US-Bands die Links zu den vorherigen Werbespots von Hornbach geschickt und gesagt, dass es gar nicht um Geld geht, sondern um die Promo und dass das echt geil ist, was Hornbach macht. Alle haben sich das angeguckt und gesagt: "Okay, machen wir."

GL.de: Und wonach wurden die Bands für die Flix Fests ausgewählt?

Such Gold waren für das Punkrock Holiday Festival bestätigt, The Static Age für das Fluff und ein großes Festival in der Ukraine und deswegen war klar, dass wir die beiden nehmen. Katrins Lieblingsbands im Moment sind No Fun und The Uprising, also haben wir die noch dazugepackt. Wir wollten es diesmal ein bisschen punkiger haben. Toll ist auf jeden Fall, dass die Jungs von Pears noch für drei Shows mit dabei sind. Das ist Punk pur.

GL.de: Im vergangenen Jahr gab es zwei Flix Fests, jetzt fünf - wieso? Und wo soll das noch enden?

Im Endeffekt ist es ja eher wie so ein kleines Tour-Paket mit ausgewählten Bands von uns. Mal gucken wie das ankommt. Ich hätte Bock das öfter zu machen. Die beiden Flix Fest Shows in Freiburg und Stuttgart waren auf jeden Fall toll besucht und haben viel Spaß gemacht!

GL.de: Wonach habt ihr die Städte ausgewählt? Kein Hamburg, kein München, kein Köln...

Also Berlin und Stuttgart waren von vorneherein klar. Stuttgart, weil da meine Kumpels wohnen und Berlin weil das unsere Homebase ist. Neunkirchen haben wir gemacht, weil Tim von Midsummer Records da Shows in einem wunderschönen Venue bucht und er das Herz am rechten Fleck hat. In Simbach am Inn macht unser Kumpel Vali ein kleines Punk-Festival mit crustigen HC Bands, das Stray Fest, da hatten wir auch ziemlich Bock drauf. Und Mönchengladbach haben wir dazu genommen, weil wir mit All Aboard! und Rene vom Useless Fanzine mal wieder einen trinken wollen. In Gladbach ist Venue am kleinsten und dort wird es sicher am gemütlichsten.

GL.de: Was ist dir bei den Flix Fests besonders wichtig und was willst und wolltest du unbedingt vermeiden?

Wichtig ist, dass alle Spaß haben und das sich Besucher und Bands untereinander gut verstehen. Das war letzten Sommer das schöne daran: Also dass sich alle gegenseitig abgefeiert haben und dass wir 'ne große Familie waren. Darum geht's.

Weitere Infos:
www.flixagency.com
www.flix-records.com
Interview: -Mathias Frank-
Foto: -Pressefreigabe-





Flix Records / Flix Agency

 
 

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