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KMPFSPRT
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Für ihre zweite Platte haben KMPFSPRT das Label gewechselt, "Intervention" erscheint auf People Like You, Heimat von zum Beispiel den Broilers, Slime und Marathonmann. "People Like You hatten großes Interesse an 'Intervention'. Wir haben uns getroffen, und hatten sofort das Gefühl, dass das Label uns und der Platte vollkommen vertraut", erzählt uns Gitarrist David Schumann. "Und, da muss man auch mal ehrlich sein, mit Sony im Rücken kann PLY einige Dinge möglich machen, die ein kleineres Label so nicht gestemmt bekommen hätte."

Und diese Dinge werden kommen, weil diese Band seit ihrem Bestehen ständig wuchs und wachsen wird. "Im Prinzip ist die Band von Jahr zu Jahr wichtiger geworden und hat mehr Platz in unserem Leben eingenommen. Am Anfang war es ja nur ein punkiges 'Lass mal ein paar Songs schreiben'-Ding, und jetzt ist es das, was es ist. Aber dafür haben wir auch wirklich hart gearbeitet und sind vollkommen glücklich damit. Dadurch, dass wir die letzten zwei bis drei Jahre gefühlt jedes Wochenende auf Tour waren, hat sich die Band zu einer Art Ersatzfamilie entwickelt, mit all ihren Problemen und Konflikten, aber eben auch mit all ihrem Zusammenhalt und ihrer Liebe füreinander. Nebenbei haben manche von uns ihre Jobs gekündigt, um mehr touren zu können, was mit Mitte 30 schon ein krasser Schritt ist. Aber wir machen das Ganze einfach zu gerne, um uns durch gesellschaftliche Zwänge einschränken zu lassen. Insofern hoffe ich, dass es in Zukunft genauso weitergeht!"

Mit der neuen Platte haben sie jedenfalls die besten Voraussetzungen dafür geschaffen. Ohne ganz die Klasse von "Jugend mutiert" erreicht zu haben, hat der Vierer ein wundervolles Punkrock-Album mit Betonung auf Rock geschaffen, ein intelligentes, engagiertes Album mit feinen Worten, charmanten Muff Potter-Momenten und ganz viel Kunst und Leidenschaft.


1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Das ist je nach Tagesform vollkommen unterschiedlich: Manchmal braucht man einen Song wie "D.E.A.D.R.A.M.O.N.E.S." von Modern Life Is War, der keinen Stein auf dem anderen lässt und einem wie ein D-Zug ins Gesicht rauscht, manchmal kann es aber auch eine Jimmy Eat World-Ballade sein, die genau im richtigen Moment die richtigen Worte findet. Hauptsache der Song ist ehrlich.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Einen wichtigen Einfluss hat es tatsächlich nicht gegeben. Wir haben einfach wie immer genau die Songs geschrieben, auf die wir zu dem Zeitpunkt am meisten Bock gehabt haben. Vielleicht haben aber Alben wie "Everything Will Be Alright In The End" von Weezer, die bei Richard und mir hoch und runter lief, dafür gesorgt, dass wir diesmal mehr auf Melodien geachtet haben also vorher. Eine bewusste Entscheidung war das allerdings nicht.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Ach, das sollte eigentlich gar nicht jeder kaufen. Nur die, denen die Songs irgendwas geben können. Wären das viele Leute, freuen wir uns, wäre es nur eine Handvoll, wäre aber auch das vollkommen in Ordnung, solange das Album nur irgendwem irgendwas bedeutet.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Höchstwahrscheinlich Bier. Wenn wir uns mal Geld auszahlen, was in der Regel nicht vorkommt, dann sind das Summen, mit denen man nicht mal einen eskalierenden Party-Abend finanzieren kann. Das Vorglühen am Kiosk aber meistens schon!

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Es gab sogar mehrere Auslöser. Dieser Moment, wenn du mit deiner Lieblingsplatte im Walkman durch die Stadt läufst, dich alle wegen deiner Punker-Klamotten dumm angucken und es dir scheißegal ist, weil du weißt: Das hier ist das richtige Leben, nicht das der Spießer da draußen. Wenn ein Song die Macht hat, dem ganzen Leben einen Sinn zu geben, dann will man auch solche Songs für andere schreiben. Und wenn du dann noch eine Band live siehst und die Luft im Club zu brennen scheint, gibt es eigentlich keinen Weg mehr zurück. Wie könnte man das nicht auch wollen?

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Den Traum mit der Band leben wir bereits seit vielen Jahren, aber das heißt ja nicht, dass es außerhalb der Musik nicht noch andere Träume gibt. Ich würde zum Beispiel gerne jedes Land der Welt besuchen und ein Buch über die Reise schreiben. Nicht besonders realistisch, aber dazu sind Träume ja da!

7. Was war eure größte Niederlage?

Eines unserer ersten Konzerte war direkt ein ziemlich großes, als Support von den Donots. Als wir gerade anfangen wollten, war auf einmal mein Stagetuner weg und die Gitarre blieb stumm. Dann riss Richard der Gurt von seiner ab und Alex von den Donots musste ihn mit Gaffertape wieder drankleben. In den Songs darauf rissen mehrere Gitarrensaiten und irgendwann hatten wir das Gefühl, bei "Versteckte Kamera" zu sein. Aber Spaß gemacht hat's trotzdem irgendwie.

8. Was macht euch derzeit als Musiker am glücklichsten?

Wenn man auf der Bühne steht, und sieht, dass das Publikum aus voller Kehle Worte mitsingt, die man selbst irgendwann geschrieben hat. Das Gefühl ist unglaublich.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

"Hör auf die Stimme"

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Am liebsten Weezer, dann könnte ich Rivers Cuomo fragen, wie man solche Songs wie auf "Pinkerton" schreibt! Aber auch Joe Strummer oder Joey Ramone wären großartig, was die einem alles erzählen könnten... Ansonsten müssten Lifetime draufstehen, dann würde ich sie bitten, nach uns noch mal auf die Bühne zu gehen und den Club abzureißen.

Weitere Infos:
www.kmpfsprt.de
www.facebook.com/kmpfsprt‎
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
KMPFSPRT
Aktueller Tonträger:
Intervention
(People Like You/Century Media Records)




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