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JOSEPH
Joseph
Natalie, Allison und Meegan Closner alias Joseph besitzen Stimmen zum Dahinschmelzen - und wollen nun mit ihrem neuen Album namens "I'm Alone, No You're Not" so richtig durchstarten. Nachdem die drei Schwestern aus Portland, Oregon, ihren umwerfenden Harmoniegesang auf ihrem 2014er-Debüt "Native Dreamer Kin" im Geiste des First Aid Kit-Frühwerks noch als sparsam instrumentierte Hommage an die Helden des Folk und Country interpretiert hatten, setzen sie mit ihrer nun erscheinenden zweiten LP die Segel in Richtung Pop. Mit Mike Mogis (Bright Eyes, Monsters Of Folk) als Ideengeber und Produzent wagen sie sich bei Songs wie "SOS" so weit auf Mainstream-Terrain vor, dass so mancher Purist wohl nur noch den Kopf schütteln wird, doch als Ausgleich gibt es auch feine Nummern wie "Canyon" oder "White Flag", bei denen die ultraeingängigen Refrains bei den Strophen in einen traditionalistischeren Sound eingebettet sind. Einen umjubelten Auftritt in der "Tonight Show featuring Jimmy Fallon" haben die Damen bereits erfolgreich absolviert, nun stehen Konzerte mit ihrem heimlichen Mentor James Bay und Soul-Senkrechtstarter Michael Kiwanuka an. Vorab beantwortete Natalie nach dem eindrucksvollen Konzert des Trios in der winzigen Haldern Pop Bar unsere zehn Fragen.

1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Gut ist Musik immer, wenn sie dich deinem Alltag entreißt und Gefühle in dir auslöst.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Der wichtigste Faktor war sicherlich, dass wir dieses Mal so ehrlich wie nur irgend möglich sein wollten. Mit Mike Mogis haben wir zusammengearbeitet, weil wir ja keine Band im eigentlichen Sinne sind, wir sind nur Sängerinnen. Deshalb brauchten wir jemanden, der die richtige musikalische Landschaft für das nackte Gerüst unserer Stimmen einbringen würde. Genau das hat Mike getan. Er ist ein echtes musikalisches Genie und wenn man sich die Credits der von ihm produzierten Platten anschaut - er spielt ja oft 75-80% aller Instrumente selbst. Er hat Ideen eingebracht, auf die wir allein nie gekommen wären, und hat damit dem Album ein Gefüge, die Textur gegeben. Er hatte die Vision, die wir selbst nicht hatten, und hat so unsere Band von dem, was Joseph waren, zu dem, was Joseph sein können gemacht.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Wow! Ich denke, man sollte die Platte kaufen, weil sich darauf etwas Heilendes für die Hörer verbirgt.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Oh... ich glaube, wir haben uns eine Flasche Wein gekauft (lacht)!

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Das Ganze war ein längerer Prozess, einen besonders zündenden Moment gab es eigentlich nicht. Als ich auf dem College war, wollte ich ein Instrument erlernen, weil ich einfach neugierig war. Von Anfang an war dabei mein Ziel, irgendwann auch eigene Songs zu schreiben.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ja, ich lebe den Traum, aber natürlich habe ich auch noch Träume. Es ist schon witzig, wie sich deine Wünsche verändern, wenn du das lebst, was von außen betrachtet vielleicht wie ein glamouröses Leben aussieht. Ich habe im Moment keinen festen Wohnsitz und einer meiner Träume derzeit ist, endlich wieder eine feste Adresse zu haben, ein echtes Zuhause nah bei meinen Freunden.

7. Was war eure größte Niederlage?

Ich denke, das sind die Situationen, wenn wir drei zusammen auf der Bühne stehen, aber die Verbindung zwischen uns fehlt. Dann geht das ganze Konzert den Bach runter. Wenn wir nicht auf der gleichen Wellenlänge sind, ist alles, was wir sagen, bedeutungslos.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Deutschland (lacht)! Ich meine das wirklich ernst! Es macht einen Riesenspaß, hier aufzutreten, weil die Leute im Publikum wirklich zuhören und ihnen die Musik wichtig ist. Außerdem bin ich ehrlich gesagt ziemlich glücklich darüber, dass die neue Platte nun endlich erscheint. Bis hierher war es ein weiter Weg: Die Platte hat uns viel Schmerzen und Tränen gekostet.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Hmm... (Das Kinderlied) "The Song That Never Ends"! Das ist das erste, was mir zu der Frage in den Sinn kam!

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf eurer Gästeliste stehen?

Ich fänd es toll, wenn die Autorin Cheryl Strayed zu einem unserer Konzerte kommen würde - und Ben Gibbard von Death Cab For Cutie!

Weitere Infos:
thebandjoseph.com
www.facebook.com/thebandjoseph
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Ebru Yildiz-
Joseph
Aktueller Tonträger:
I'm Alone, No You're Not
(ATO/Pias/Rough Trade)




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