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WALLIS BIRD
Wallis Bird
Nomen est Omen: Mit dem neuen Album "Home" ist die in Berlin lebende Irin Wallis Bird erkennbar zu Hause angekommen - und zwar (wie das Covermotiv belegt) im Leben, wie auch in der Musik. Nachdem sie mit dem Vorgängerwerk einen eher radikalen musikalischen Richtungswechsel vollzogen hatte, setzt sie mit "Home" genau dort an und liefert einen faszinierenden Stilmix aus elektronischen und organischen Elementen, ausgeklügelten Vokalharmonien und komplex strukturierten Songgebilden - ohne dabei ihre Folkpunk-Roots freilich ganz aus den Augen zu verlieren. Was war ihr denn selbst am wichtigsten bei dem neuen Werk? "Eigentlich alles", überlegt sie kurz, bevor es an die Beantwortung unserer berüchtigten zehn Fragen geht, "ich wollte mit diesem Album selbst glücklich sein, jeden Song genießen können und mögen. Dabei wollte ich diese Zufriedenheit zum Ausdruck bringen und mir war es dieses Mal auch wichtig, dass die Leute das Album auch mögen sollen - was mir bislang eigentlich ziemlich egal war. Das liegt sicher auch daran, dass ich mich persönlich und musikalisch einfach zu Hause fühle."

Was sagt Wallis denn - angesichts ihres Stilwechsels - zu denen, für die früher immer alles besser war? "Für mich ist immer das nächste Album das beste. Und für mich ist die Folkmusik immer noch ausschlaggebend. Folkmusik ist ein Game-Changer für alle Arten von Musik und Stilen. Sie erschafft einen politischen Status, sie ändert Denkweisen und sie verändert das Leben von Leuten. Für mich verkörpert Folk-Musik vielleicht sogar die Poesie der Musik." Nachdem das geklärt ist kann es an die Arbeit gehen...


1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Man fühlt sich gut, wenn man gute Musik hört - und es muss eine Menge Herz darin stecken.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Übung, denke ich. Damit meine ich, dass ich mich hingesetzt habe und Tonleitern geübt habe und ständig gespielt habe, um besser zu werden. Das heißt also, dass diese Übungen dieses Album beeinflusst haben. Früher habe ich immer drauflos gespielt - heutzutage kann ich alles spielen.

3. Warum sollte jeder deine neue Veröffentlichung kaufen?

Wenn du ein positives Album haben willst, das links von der normalen Popmusik angesiedelt ist - beispielsweise ein tiefgehendes, aufrichtiges Album zum Thema Liebe -, dann wäre "Home" schon genau das Richtige. Und es klingt auch noch hoffnungsvoll.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Eine Gitarre - das weiß ich noch ganz genau, weil sie 420,- Euro gekostet hat und meine allererste eigene Gitarre war, die ich mir über die Straßenmusik verdient hatte.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Als ich Sam Geige spielen hörte. (Sam Vance-Law von den Traded Pilots, der neu in Wallis Band hinzugestoßen ist, sitzt bei dem Gespräch am Tisch nebenan.) Nein - ich habe schon Musik gemacht, als ich noch gar nicht wusste, was Musik eigentlich ist. Also würde ich sagen, dass mir das meine Mama und mein Papa mitgegeben haben, als ich noch im Bauch war.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Ich bin momentan sehr glücklich. Ich würde sagen, dass momentan meine BESTE Zeit überhaupt ist. Wenn ich noch einen Traum habe, dann den, ewig zu leben und jung zu sterben. Das ist aber natürlich nur ein dummer Witz...

7. Was war deine größte Niederlage?

Das war das Gefühl als Musikerin versagt zu haben, als es mit meinem ersten Major-Label-Vertrag nicht so richtig klappte. Das war 2008 und das hat mich drei Jahre lang unglücklich gemacht, weil ich die ganze Sache einfach zu persönlich genommen habe.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Jetzt? Einfach alles. Denn alles hat sich so entwickelt, wie ich es geplant habe und ich hoffe, dass auch alle glücklich damit sind.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Oh wow - das ist eine schwere Frage. Ich vermute, irgend etwas Faschistisches. Es gibt eine Menge eigenartiger christlicher Songs, in denen es darum geht, dass die Leute in der Hölle brennen werden. So etwas mag ich nicht. Songs, die jemanden schlecht machen, aber happy klingen - das ist wirklich krank.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

Ich würde es lieben, wenn Elvis Presley im Haus wäre - weil das ein talentierter, verrückter Bastard ist und Anke Engelke, weil sie sooo lustig ist und für eine gute Stimmung sorgen würde.

Weitere Infos:
www.wallisbird.com
www.facebook.com/wallisbird
twitter.com/wallisbird
www.instagram.com/wallisbirdofficial
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Ullrich Maurer-
Wallis Bird
Aktueller Tonträger:
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(Caroline/Universal)




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