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CALLEJON
Callejon
Im Herbst gehen Callejon mit Papa Roach und Frank Carter & The Rattlesnakes auf Tour. Für Sänger Bastian "BastiBasti" Sobtzick ist klar, auf wenn er sich ein bisschen mehr freut: "Ganz klar: auf Papa Roach. 'Last Resort' wird von mir jeden Abend unendlich gefeiert werden, ob sie wollen oder nicht. Frank Carter finde ich aber auch mega. Ach, ich freu' mich einfach auf diese Tour." Im Gepäck haben Callejon dann ihr neues Album "Fandigo" - und den nächsten Chart-Stürmer? Die letzten drei Alben erreichten allesamt die Top 10 der deutschen Albumcharts - jetzt mal ehrlich, lieber BastiBasti, wäre Platz 11 eine Enttäuschung? "Also in der Liste sähe eine weitere Top 10-Platzierung natürlich toll aus, aber da ich nicht Monk bin, komme ich auch mit allem anderen klar. Ich meine, was bedeuten Charts denn heute überhaupt noch? In diesen Zeiten des Umbruchs stöhnt und ächzt der Plattenmarkt eh aus den letzten Löchern. Durch Streaming etc. werden ja kaum noch Alben gekauft. It's Evolution, Baby!"

Und das gilt auch für das neue Album. Denn "Fandigo" ist anders. Weniger Metal und Core, weniger Geschrei und Geballer und dafür mehr Synthies, klare Gesänge, Melancholie und... Pop? Hier laufen die Videos zu "Noch einmal" und "Utopia" sowie ein neun-minütiges Mixtape. Und hier kommen die zehn Fragen.


1. Was ist deine Definition von "guter Musik"?

Gute Musik ist im Kern immer dann gut, wenn sie ehrlich und emotional ist. Das ist komplett Genre-unabhängig. Erst in zweiter Instanz geht es um die Qualität, was das Handwerk betrifft. Geschmacksspezifisch klingt die Frage nach guter Musik aber wie die Frage, ob Tomaten besser seien als Gurken. Was jedoch den Inhalt von Musik angeht, so kann man definitiv ganz schnell sagen, was absoluter Müll ist. Macht euch ruhig die Mühe und übersetzt mal einige englische Texte deutscher Bands und hinterfragt diese... das lässt oft tief blicken.

2. Was war der wichtigste Einfluss bei den Aufnahmen zur neuen Veröffentlichung?

Das ist eine wirklich schwierige Frage, auf die ich keine spontane Antwort weiß. Vielleicht war es der extrem von außen abgeschottete Gedanke, etwas Neues mit Callejon zu wagen. Das hat auf jeden Fall enorm beflügelt.

3. Warum sollte jeder eure neue Veröffentlichung kaufen?

Weil es das beste deutschsprachige Album seit Jahren ist. Ich kenne nichts vergleichbares - schon gar nicht aus dem Genre.

4. Was hast du dir von deiner ersten Gage als Musiker gekauft?

Ich glaube, es war tatsächlich was zu essen. Aber so wirklich weiß ich das nicht mehr. Ich kann mich in jedem Falle aber daran erinnern, dass wir unsere ersten drei Jahre im Durchschnitt mit 30 Euro pro Gig durchgebracht haben. Aber so ist das nun mal - wenn du unbedingt spielen willst, darf man nicht darauf warten, dass sich perfekte, einfache Möglichkeiten ergeben.

5. Gab es einen bestimmten Auslöser dafür, dass du Musiker werden wolltest?

Ich bin schon als Kind mit dem Tennisschläger als Gitarre zu Roxette durch mein Zimmer gesprungen, vielleicht liegt da ja der Hund begraben (lacht). Im Grunde war für mich von vornherein klar, dass ich etwas Künstlerisches machen werde. Im Grunde ist die Musik an sich ja auch nur eine Facette vom GANZEN: Da gibt es die Artworks inklusive aller Designs, die lyrische Welt der Texte, die Live-Auftritte (die ich immer mit Theater vergleiche), die Musikvideos, undundund. Da ich alle diese Dinge mache, mich an allen Themen reibe, abstrampel und im besten Falle aufgehe, ist die Berufung Künstler und Musiker zu sein der einzige Weg. Alles andere wäre mein Untergang.

6. Hast du immer noch Träume - oder lebst du den Traum bereits?

Keine Ahnung... ich glaube, ich bin da recht desillusioniert. Die Begeisterung, irgendetwas NEUES zu machen, steht bei mir immer absolut im Fokus. Ob daraus auch etwas durch die Annahme eines Rezipienten wird ist jedesmal auf's Neue fraglich.

7. Was war deine größte Niederlage?

Die größte Niederlage ist wahrscheinlich die Erkenntnis, dass es immer mehr um's Image als um den Inhalt geht. Das nervt. Und zwar gewaltig. Ansonsten kann ich nicht von grauenvollen Niederlagen sprechen. Manchmal verkauft man mehr, mal weniger Tickets oder CDs - aber so ist das nun mal. Sowas ist keine Niederlage.

8. Was macht dich derzeit als Musiker am glücklichsten?

Dass wir mit "Fandigo" etwas für uns wirklich Neues, Aufregendes erschaffen haben. Es fühlt sich momentan so ähnlich an wie früher, als wir angefangen haben Musik zu machen. "Fandigo" ist wie eine Tür in eine neue Welt, durch die wir gerade gehen.

9. Welches ist das schlechteste Lied, das je geschrieben wurde?

Das wechselt bei mir täglich. Eine extreme Abneigung habe ich aber gegen folgenden Song, nicht gegen den Interpreten, den kenne ich nämlich nicht: "Chöre" von Mark Forster.

10. Wer - tot oder lebendig - sollte auf deiner Gästeliste stehen?

Bloß keine Idole oder dergleichen, dann bin ich doch viel zu aufgeregt um eine gute Show zu machen... Im Ernst: Ist mir mega egal. Meistens ist es doch so, dass, wenn man sein Idol trifft, man enttäuscht ist, weil derjenige ja auch, oder besser doch, nur ein Mensch ist. Womöglich ist der dann auch noch mega besoffen, baggert deine Freundin an und du musst ihn rausschmeißen (lacht). Ich freue mich immer, wenn meine Familie bei Auftritten in der Nähe vorbeischaut, ansonsten mag ich es, wenn ich keinen auf der Gästeliste kenne.

Weitere Infos:
www.callejon.de
www.facebook.com/callejon
Text: -Gaesteliste.de-
Foto: -Pressefreigabe-
Callejon
Aktueller Tonträger:
Fandigo
(People Like You/Sony Music)




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