„Ein Mann, sein Board, seine Gitarre und die Freiheit auf Reisen“ heißt es im offiziellen Info-Text. Und die Rede ist hier nicht etwa von Jack Johnson, sondern von Dimi, einem songwritenden, reisenden Sportsfreund – aus Essen. Das, freilich, hört man der Scheibe nicht an. Hier gibt’s keinen urbanen City-Beat, sondern sommerlich heiteren Gitarrenpop mit Anleihen, bei unterschiedlichsten Musikstilen – mal Reggae, mal Latin, mal Folk – den Dimi mit leichter Hand zu kleinen Pop-Perlen ausformuliert, die man in dieser heiteren Gelassenheit aus unseren Landen gar nicht gewohnt ist. Auch wenn der Vergleich zu Jack Johnson aufgrund von Dimis Vorlieben nahe liegt: Musikalisch ist Dimi doch eine ganze Ecke vielseitiger als der stille Surfer – und auch textlich macht Dimi dem eventuellen Vorbild eine lange Nase: Seine Texte sind z.T. regelrecht komisch, auf jeden Fall aber kurzweilig. Dass Dimi seine Songs auf seinen Reisen aufgesammelt bzw. zusammengestellt hat, hört man der Scheibe an: „Different Ways“ könnte kosmopolitischer kaum anmuten (obwohl sich das amerikanisch geprägte Soundbild am Ende dann doch durchsetzt). Immerhin: Als leichtfüßige Beach Boys-Alternative der Jetztzeit macht „Different Ways“ ordentlich was her.
„Different Ways“ von Dimi erscheint auf Roxta.




