Andy Hunter ist von Haus aus DJ und Komponist für Filme, Videos und Computerspiele. All das hört man seiner zweiten Scheibe als Solo-Künstler auch irgendwie an. Seine deutlich Club-orientierte Musik hat eine gewisse cinematische Größe – mit ausholenden Melodiebögen und fast plüschigen Arrangements – die vernehmlich über den üblichen, monotonen, strikten Tanzrhtyhmus hinausreichen. Ganz im Gegenteil: Jeder Track klingt anders und die verschiedenen Gastsänger (z.B. Midge Ure – mit dem er die 80er-Hommage „Smile“ zusammenschraubte) tragen dazu bei, „Colour“ zu einer angenehm kurzweiligen Angelegenheit werden zu lassen. Hinzu kommt, dass Hunter seine Songs eher im Drei-Minuten-Popformat denn in Dancefloor-Länge präsentiert. Und letztlich schützt Robbie Bronnimans organische Produktion davor, dass „Colour“ gar ins Artifizielle abdriftet.
„Colour“ von Andy Hunter erscheint auf Nettwerk/Soulfood.




