Bei The Pleasure scheint bis auf ihre Platte alles alt zu sein. Die Band gibt es seit 1995, die Mitglieder waren schon damals im reiferen Alter und ihre Einflüsse sind es ganz sicher auch. Es ist der Power-Pop der 60er und 70er Jahre, es sind die Beatles, die Monkees, die Faces. Doch leider schafft es das Freiburger Trio nicht, aus diesen Dingen etwas Besonderes zu machen.
Zwar hat „Travel Inside“ ein besonderes Cover – das stammt vom langjährigen Beatles-Grafiker Klaus Voormann – und ein sympathisches Booklet im gleichen Stil, enthält aber leider nur einen soliden, netten und vor allem unspektakulären Sound mit Liedern, die man viel zu schnell wieder vergisst. Die Ohrwürmen machen sich schnell wieder aus dem Staub, die psychedelischen Versuche wirken eher als einschläfernd als betäubend, der Pop ist viel zu glatt, die Balladen mit Ausnahme von „Life Is Still Burning“ öde und wenn das Trio versucht zu Gas zu geben und dem Ganzen eine rockige Note zu geben, dann bleibt es leider beim Versuch. Musik ist eben doch kein Wein…
„Travel Inside“ von The Pleasure erscheint auf Rookie Records/Cargo.




