Genau genommen sind die Abenteuer, die „uns“ hier erleben (bzw. präsentieren, ja zelebrieren), nicht wirklich neu. Als typische britische Working-Class…
Genau genommen sind die Abenteuer, die „uns“ hier erleben (bzw. präsentieren, ja zelebrieren), nicht wirklich neu. Als typische britische Working-Class Kids bedient dieses Quintett jene Erwartungen, die man an diese Art von Musik hat: Man findet sympathische, kleine Underdog-Dramen, humorvoll und so positiv wie eben möglich in schrullige und leicht angeschrägte Beat-Pop-Songs verpackt, mit einer…
Here To Stay! Ein paar Jungs aus Hamburg nennen sich Exits To Freeways, heißen aber auch s.l.t.v.o.t.b.o.m.h., was so viel wie Spread Like The Veins Of The Back Of My Hand bedeutet und irgendwie auf Emo schließen lässt. Und tatsächlich, auf „Spilling Drinks, Spelling Names“ lassen die Musiker ihren Emotionen freien Lauf und werfen mit…
Jud sind wieder da – mehr braucht man eigentlich nicht zu sagen, um allgemeine Freude bei Anhängern guter und intensiver Musik auszulösen. Jud ist die Band um David Judson Clemmons, aktuell ergänzt durch James Schmidt und Jan Hampicke. Drei Mann, eine Aussage: Rock! Intensiv, ehrlich, roh, rau, auf den Punkt, kein Bullshit. Texte, mit denen…
Platte der Woche KW 43/2008 Das letzte Mal, dass man einen Menschen gleichzeitig mit solcher Inbrunst und solch betörendem Organ singen hörte, war bei der „Regeneration“-CD von The Divine Comedy, und das ist auch schon wieder einige Jahre her. Überhaupt erinnert McGuinness oftmals an Neil Hannon und seine Modulationen. Dieses Milchgesicht, über das man beim…
Keine Party ohne „Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)“. Der Deichkind-Track hat sich zur ultimativen Austick-Hymne emtwickelt, der Punker, Prolls und Popper auf dem Tanzflur vereint und die Massen in der ganzen Republik mobilisiert. Die restlichen Tracks des zwei Jahre alten „Aufstand im Schlaraffenland“ aber hatten und haben diese Klasse nicht ganz. Zwar gingen auch sie in…
Womit haben wir es hier zu tun? Mit einer Band, die sich in ihren Stilen verliert und keinen roten Faden in ihren Sound bekommt? Oder sind die Gym Class Heroes einfach zu einfallsreich und offen für alles, dass sie es sich leisten können, sich nicht selbst zu beschneiden? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte.…
Die Hoffnung, dass Los Campensinos! im Laufe der Zeit etwas ruhiger werden könnten, hat sich mit diesem Album zerschlagen: Wie auf dem Debüt gibt es eine hyperaktive, hochnervöse, noisige Alternative-Schrammel-Melange, die die Waliser als die neuen Könige des Schluckauf-Pop etablieren. Nun, vielleicht ist das knappe halbe Jahr, das zwischen dem Debüt und dem neuen Werk…
Man kennt dieses schale Gefühl bei „Tut DAS denn not?“-Enttäuschung von Aufgussversuchen an Dezennienplatten, wie’s beim Aufeinandertreffen mit beispielsweise „Operation Mindcrime II“ oder „Keeper Of The Seven Keys – The Legacy“ leider kaum vermeidbar war. Die erst kürzlich wiedervereinigten Cynic hatten 1993 mit dem auf „Focus“ zubereiteten Sprengsatz aus Jazz, Prog und Death Metal die…
Eines hat die Band mit dem knapp kalkulierten Namen angesichts dieses neuen Werkes offensichtlich nicht mehr nötig: Songs zu schreiben. Das neue Material quillt zwar über von genial verstrickten Ideen-Fragmenten und klingt auch immer wieder überraschend und neu – bloß kann man als Zuhörer kaum noch nachvollziehen, wohin die Jungs eigentlich wollen. Manches klingt sogar…