Melanchtonay sind wohl das, was klassischerweise vermeintlich als „Dorfband“ betitelt wird: Aus dem fränkischen Puschendorf stammend und nach acht Jahren nun das vierte Album „Springbrunnenromantik“ veröffentlichend, ohne dabei je große Beachtung geschenkt bekommen zu haben. Sie selbst bezeichnen ihre Musik als „KofferRock“, und genau das trifft es auch ganz gut: Ein Sound, der grob als Rock umschrieben werden kann, jedoch komplett akustisch wohl besser klingen würde (nicht umsonst absolvieren sie regelmäßig Unplugged-Konzerte), und dazu deutsche Texte aus dem Alltag, die manchmal etwas zu gefühlsduselig sind („So Schwer“). Das klingt alles nett, mehr aber auch nicht. Und so wird ihnen ihr Titel wohl auch vorerst erhalten bleiben.
„Springbrunnenromantik“ von Melanchtonay erscheint auf Loft 11.




