Odyssice weicht in gleich einigen Punkten vom angenommenen Beuteschema der Gaesteliste.de-Besucher ab: Instrumentale Musik, aus den Niederlanden, zwar „progressiv“, doch auch gut hörbar in den Siebzigern verhaftet. Doch zum einen ist die Freude über die nach vollen zehn Jahren seit dem Vorgänger mit „Silence“ endlich gebrochene Stille so groß und zum anderen ist das Album so gelungen, dass es hier nicht ganz verschwiegen werden soll.
Als eine Art Konzeptalbum befasst sich „Silence“ laut der bereits seit 1986 aktiven Band mit den verschiedenen Einfärbungen von „Stille“ in der Natur. Doch statt daraufhin befürchtbarem Vogelgezwitscher oder Buckelwalgesängen sehen wir uns hier vor allem mit dem prächtigen Gitarren(synthesizer)-Spiel von Bastiaan Peeters konfrontiert. Wenn überhaupt, dann noch am ehesten Camels Andy Latimer vergleichbar prägt dieser den Odyssice-Sound mit seinem Ton und charakteristischen Beiträgen: Single Note, doch sehr legato und praktisch kein Akkordspiel. Das wird von Jeroen van der Wiel (keyb) mehr als ausgeglichen. Etwaige noch verbleibende Lücken gleicht Peter Kostermans ehrfurchtgebietendes (Fretless) Bass-Tum ohnehin mehr als aus, genau wie Menno Boomsmas so kräftiges, wie präzises Drumming.
Also nur Licht und kein Schatten? Ja, nur dass halt die Melodien auf „Impression“ noch anhaftender waren. Eigene Höreindrücke sind unter den untenstehenden Links einfach und kostenlos möglich.
„Silence“ von Odyssice erscheint auf Cyclops.




