Das Album von Mastermind und Gitarrist/Keyboarder/Produzent Christian Jungebluth (Ex-Accid Reign) musste sich auf dem Rezensiertisch zunächst Diskriminierung durch heftige Vorurteile gefallen lassen: Só eine Typo für das Bandlogo, massig Schwerter, die immer irgendwas penetrieren, Gebirge und raue Küsten zuhauf im Artwork – das hat häufig Ungutes zu bedeuten. Ganz so arg wird es dann aber doch nicht…
Allwissender Promozettel, sprich zu uns: Zu tun haben wir es mit „Noncept Prog […] ein Schmelztigel […] grob ins Progressive einzuordnen […] Die Arrangements streifen Stile aus Rock, Blues, Metal, Jazz bis hin zur Klassik.“ Das klingt doch schon mal ordentlich. Die Referenzen von Drummer Michael Ehré (Kee Marcello%3B Tourmusiker für u.a. Uli Jon Roth oder Firewind) machen sogar richtig Eindruck. Und Keyboard- (bei mehreren Songs) sowie einmalige Songwriting Credits für Marek Arnold (u.a. Toxic Smile, Seven Steps To The Green Door, Stern Combo Meissen) machen endgültig neugierig!
Die zwitschernde, ein wenig den großen Colin Towns in Erinnerung rufende Synthie-Figur, mit der „Treasure Land“ anhebt, ist jedenfalls – gemeinsam mit Kai Kleinewigs markerschütterndem Bass-Sound – einer der Höhepunkte eines ansonsten unspektakulär vor sich hin pröttelnden Eröffnungsstückes. Insbesondere wird der Rezensent leider nicht wirklich warm mit Stimme und Vortragsweise von Daniel Fischer (u.a. „No Inner Limits“). Bei „Gush Of Life“ mit seinen Gary Barden-Anklängen gelingt das Anfreunden dann schon wenigstens etwas besser. „Red Blades“ (aber diese Titel…) hat ein verblüffendes Intro, wird wieder zum Midtempo-Rock, abermals getrieben von herrlich pumpenden Basslinien. Auf „Rhymes“ wird sogar geslappt wie zu Mark Kings Hochzeiten. „Blue“ packt die David Coverdale/Jorn Lande-Powerballade aus. Und „Gray Angels“ bringt uns endlich zu dem von Marek Arnold geschriebenen Stück, beim dem er auch Piano spielt. In diesem Setting kann Sänger Daniel m.E. noch am ehesten glänzen. Die wunderbar melodische Komposition hat etwas von Savatage meets Bon Jovis „Santa Fe“. Doch sie ist halt für den Rest des Albums eher untypisch. Ob man mit diesem Rest glücklich werden kann, wird wohl davon abhängen, wie man mit den Vocals klarkommt. Für Hörpröbchen siehe Links.
„Darker Shades Of Gray“ von niteWalk erscheint auf Youngblood Music Promotion.




