„67 Days“ ist bereits das sechste Album von Cristin Claas, der Sängerin und Band. Obwohl sich hier musikalisch sozusagen ein Kreis zu den Anfängen schließt, ist dennoch von Routine und Klischees nichts zu spüren. Seit 2002 machte das Trio mit verschiedenen Projekten und Kollaborationen auf sich aufmerksam, die (z.B. im Rahmen der Zusammenarbeit mit diversen Orchestern) kaum mehr steigerungsfähig erschienen, was eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte fast notwendig erscheinen ließ. Es gibt ergo jazzigen Folkpop – bzw. folkigen Jazzpop – auf Songwriter-Basis mit dezenter Soul-Note, der betont luftig inszeniert wurde und viel Raum sowohl für vokale, wie auch instrumentale Exkursionen ließ. Christins Eigenart, neben Englisch und Deutsch zuweilen in einer selbst erfundenen Phantasiesprache zu singen, verleiht dem Ganzen zuweilen eine exotische Note – vielleicht auch, weil sich die betreffenden Tracks musikalisch auch den afrikanischen Vibes ihrer Heimat Namibia verpflichtet fühlen (während die anderen Songs eher betont freistilig daher kommen). Der eigentliche Clou des Albums ist freilich die eigenwillige, aber einfühlsame Interpretation des Volksliedes „Blaublümelein“, die ganz eindeutig einen attraktiven Verweis auf die mögliche Zukunft von Cristin Claas aufwirft.
„67 Days“ von Cristin Claas erscheint auf Suninga.




