Der Londoner John Fairhurst ist ein klassischer Vertreter des klassischen, britischen Blues. Das bedeutet in diesem Fall die härtere, elektrische Gangart des Genres. Auch mit typischen US-Blues-Themen hat Fairhurst nichts im Sinn: Er betrachtet den Blues als Basis für durchaus politische Protestsongs, die er mit entsprechendem Nachdruck präsentiert. Das Album entstand in Kooperation mit seinem Freund und musikalischem Partner, dem Drummer Roby Murray – einem erkennbaren John Bonham-Fan, der mit seinen polternden Beats der Sache zusätzlichen Drive verpasst. So weit, so gut. Musikalisch bietet diese Scheibe aber nicht viel, was funktioniert, denn die übermäßige Betonung der Heavy-Riffs, die unfreiwillig parodistische Note, mit der Fairhurst seine Lyrics dahergrummelt und die überschaubare Qualität des klischeebehafteten Songwritings machen die Sache zu einem eher anstrengendem als lohnenden Hör-Erlebnis.
„The Divided Kingdom“ von John Fairhurst erscheint auf Singing Light Music/Cargo.




