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  • Shana Cleveland – Dahingetupfte Realitätsflucht

    Gibt es eigentlich etwas, was Shana Cleveland nicht kann? Erst letztes Jahr brillierte sie als Frontfrau des kriminell unterbewerteten Surf-Rock-Quartetts La Luz mit der Glanztat „Floating Features“ und verband dabei so ungeniert ambitioniert Trash-, Surf-, Schrammel-, Psychedelic- und Girl-Group-Pop, dass es eine helle Freude war. Als Solistin dagegen widmet sich die Amerikanerin einem ganz anderen…

  • Lady Lamb – Even In The Tremor

    Platte der Woche KW 14/2019 Aly Spaltro war dereinst angetreten, die wenn möglich komplexesten, vertracktesten, sperrigsten, unberechenbarsten, charmantesten Indie-Schrammelpop-Songs zu schreiben, die es geben könnte. Aber schon auf ihrem zweiten Album „After“ relativierte sich die Sache dann schon. Damals präsentierte sich eine Künstlerin, die ihre Sturm und Drang-Phase im Griff hatte und der es damals…

  • Pup – Morbid Stuff

    So. Jetzt hören wir damit auf, jetzt lassen wir es – jetzt können wir es nicht mehr. Waren unsere Rezensionen zu den letzten beiden Pup-Alben nämlich voller Namen anderer Bands, die als Referenzen herhalten mussten, gibt es hier und heute: nichts dergleichen. Denn „Morbid Stuff“ ist Pup, nur Pup, toller Pup. Pupmusik.Elf neue Songs haben…

  • Weyes Blood – Titanic Rising

    Agierte Natalie Mering a.k.a. Weyes Blood auf ihrem letzten Album musikalisch noch unter dem Label „Müsli Folk“, so ist dieses Mal eine mit viel musikalischem Wagemut angereicherte, angeraute, dramatische Soundtrack-Note dazu gekommen. Sie selbst beschreibt das Ganze als Aufeinandertreffen von Bob Seger und Enya. Was damit wohl gemeint ist, dass hier geradliniges, klassisches Storytelling-Songwriting auf…

  • Circa Waves – What’s It Like Over There?

    Nicht, dass die Circa Waves aus Liverpool auf ihrer dritten LP nun ernsthaft auf den Spuren der Beatles wandeln – aber mit dem poppigen Piano-Stampfer „Sorry I’m Yours“ zeigen Kieran Shudall und seine Jungs dann doch, dass es ihnen nicht nur um Brit-Pop-Attitüde und ein cooles Sounddesign geht, sondern auch um ambitioniertes Songwriting. Auf dem…

  • Ratso – Stubborn Heart

    Also ein geborener Popstar ist Larry „Ratso“ Sloman nun wirklich nicht. Im zarten Alter von fast 70 Jahren überrascht der Journalist/Biograph/Autor/Schauspieler, dem Joan Baez dereinst wegen seines haarsträubenden Äußeren den Spitznamen „Ratso“ verpasste, mit einem Debüt-Album, das es in sich hat. Denn indem er seit den 70er Jahren als Journalist mit Leuten wie Bob Dylan,…

  • Beth Gibbons & The Polish National Radio Symphony Orchestra – Henryk Górecki Symphony No. 3

    Keine Frage: Das ist mehr ein Statement als eine übliche CD-Veröffentlichung. Am 29.11.14 fand in Warschau eine bemerkenswerte Kulturveranstaltung statt, bei der drei Künstler, die ursprünglich eher mit der Rock-Musik in Verbindung gebracht werden – Johnny Greenwood von Radiohead, Bryce Dessner von The National und eben Beth Gibbons von Portishead – sich mit Produktionen, die…

  • Sworn Enemy – Game Changer

    Nicht kleckern, klotzen. Beim Sound, bei den Songs, bei der Produzenten-Wahl. Hat ihr Debüt bereits Jamey Jasta von Hatebreed aufgenommen, haben sich Sworn Enemy für „Game Changer“ niemand Geringeren als Robb Flynn von Machine Head auf den Sessel gesetzt. Und gemeinsam haben sie ein ziemlich beeindruckendes Album aufgenommen. Ein wuchtiges, brutales, einfach derbes Album. Die Eckpunkte sind…

  • Priests – The Seduction Of Kansas

    Als „Rock’n’Roll-Bilderstürmer“ werden die Priests aus Washington, DC in der aktuellen Bio bezeichnet. Nicht ganz zu unrecht, wie die zweite Scheibe dieser im Geiste des Punk/Post Punk geborenen Combo eindrucksvoll belegt. Denn zum Bilderstürmen gehört ja zunächst mal die Überzeugung, dass man das, was man da stürmt, selber auch besser machen könne. Und demzufolge trägt…

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