Auf einer spirituelle Reise auf der Suche – nun ja vielleicht nicht nach sich selbst, wohl aber nach der Erleuchtung – begiebt sich Alexandra Lily Cohen a.k.a. Dominic Sen auf dem neuesten Album „Apparition“. Das ist nicht ungewöhnlich für Dominic Sen, denn bereits auf bisherigen Alben spielten Mythologie und Spiritualität eine große Rolle – aber vielleicht nicht so eine dominierende, denn die Basis ist ein selbst fabrizierter mythologischer Text namens „Geddir Luk’a Tam“ einer ebenfalls fiktiven archaischen Kultur, deren Weisheiten Alexandra in den Songtexten transkribiert. Um Religion geht es dabei aber – trotz Songtiteln wie „Gilded Halls“ oder „Prayer“ – nicht direkt%3B eher schon um das kosmische Miteinander von Sonnen, Planeten, Gottheiten und Möchtegern-Gottheiten wie Ikarus. Angerichtet wird das Ganze in einem gepflegten Trip-Hop-Setting mit größerem Ambient- und Dreampop-Anteil, aber auch immer wieder eingestreuten Breakbeats und pulsierenden Bass-Linien. Im Zentrum steht dabei Alexandras Gesang – wobei der geschickt gelenkte Einsatz eines Autotune-Filters zu einer eigenen Kunstform und integralen Bestandteil des Vortrages erhoben wird. Schon alleine des Konzeptes wegen, aber auch aufgrund des musikalischen Flows ist „Apparition“ letztlich bestens geeignet für einen bewusstseinserweiternden Mind-Trip in einen (fliktiven?) Sonnenuntergang.
„Apparition“ von Dominic Sen erscheint auf .




