Na ja. Pop-Punk nennt ihr Label das, was Joyce Manor spielen. Und das stimmt ja nur (noch) ein wenig. Angepunkte Popmusik vielleicht, Indie mit Punkmomenten, Emo oder Power-Pop. Kein Pop-Punk. Aber: richtig schön.
Brett Gurewitz persönlich hat die neun neuen Songs produziert, gemeinsam haben sie alle eine ganz, ganz feine Mischung und noch feinere Musik kreiert. Ohne die Musik zu revolutionieren zwar, aber ganz sicher, um die Mundwinkel und Herzmuskeln in Bewegung zu halten. Da gibt es schnellere Sachen wie „The Opossum“ (das trotz Tempo nicht gleich Punk ist…) genau wie Weezer-artige Midtempo-Unterhaltung (ganz stark und tatsächlich ein Ohrwurm: „Falling Into It“) und dunklere, manchmal fast schon kalte Lieder wie „After All You Put Me Through“. Allesamt auf ihre Art berührend, jedes Stück für sich genügend spannend und einfach sehr, sehr schön.
Und dann gibt es da auch noch: die Hits. Wirkliche Hits, die auf Platte schon sehr glücklich machen und live ganz besonders rasieren werden. Ein „I Know Where Mark Chen Lives“ hat die Klasse der Menzingers, „All My Friends Are So Depressed“ schleicht sich in erwähnte Herzen, bleibt aber auch in Bauch und Birne. Und wird auch oder trotz oder ganz egal live für ganz besondere Momente sorgen.
“I Used To Go To This Bar” von Joyce Manor erscheint auf Epitaph/Indigo.




