Es passiert gerade so viel in Sachen deutscher Punkrock und vieles davon ist so gut. Ist relevant, spannend und politisch, ist unterhaltsam, motivierend und ganz oft auch sehr, sehr mitreißend. Zum Beispiel: Blaufuchs. „Bis jetzt ging alles gut“ ist ihr zweites Album, das sie zwar in veränderter Besetzung aufnahmen, das aber wie der Vorgänger von 2022 mit allerfeinstem deutschsprachigen Poppunk glänzt.
Hier und da schimmern auf dieser Platte auch US-Einflüsse durch, viele werden aber eher an Bands wie Grundhass und 100 Kilo Herz und natürlich auch öfter an Die Ärzte denken, die Älteren vielleicht auch an The Wohlstandskinder. Weil das hier alles sehr melodisch, schnell und kraftvoll aus den Boxen kommt, sehr dynamisch und energetisch, sehr eindringlich und ehrlich. Da lässt sich gut zu feiern – Ende des Monats gehen Blaufuchs auf Tour – und da lässt sich auch gut zuhören. Humor trifft Haltung, Persönliches, Politisches, so geht Punkrock.
Punkrock: Unity. Blaufuchs nehmen das ernst und haben sich Andi von Elfmorgen für „In all diesen Jahren“ Georg von SOAB für den „Koordinatensong“ ins Studio geladen. Und weil das nicht reicht, macht bei „Hinterland“ nicht nur Lewia sondern ein ganzer Chor mit unter anderem Grundhass, Dead End Kids, Von Grambusch und einigen mehr mit. Blaufuchs-Sänger Johannes König sagt dazu: „Gerade bei einem Song, der den Support von Aktivist*innen in schwierigen Regionen thematisiert, wollten wir verschiedene Stimmen dabei haben.“ Eben: Punkrock. Unity. Relevant und spannend und motivierend. Und mehr.
„Bis jetzt ging alles gut“ von Blaufuchs erscheint auf Uncle M.




