Mal abgesehen von der Liebe ihrer Fans. Der tiefen, innigen, langen Liebe. Abgesehen davon ist Liebe nicht das erste Wort, an das man denkt, wenn es um Converge geht. Und nach Liebe klingt auch ihr Comeback-Album nicht. Das erste Album – auch wenn 2021 noch „Bloodmoon: I“ kam, die Zusammenarbeit mit Chelsea Wolfe – seit 2017, seit „The Dusk in Us“. Und es ist: ein Brocken.
Liebe reicht hier, Converge klingen nach Hass und Wut und ehrlicher Leidenschaft. Seit 1990 und auch 2026 noch. Und auch 2026 berühren sie noch. Mit einem Sound zwischen Metal, Hardcore, Noise und Walze. Was natürlich nicht bedeutet, dass sie hier nur ballern. „Bad Faith“ zum Beispiel bringt einen mit seinen NYHC-Riffs und Shouts fast ein wenig zum Grinsen und das sehr schwarze, sehr schleppende „Gilded Cage“ entwickelt einen besonders bedrohlichen Charme. Auch ein Song wie „Amon Amok“ kommt mit dunklem Groove und ohne Tempo und ist damit trotzdem ebenso intensiv und zerstörend wie ein alles zerfetzendes „Distract and Divide“.
Neun Songs und ein Interlude haben Converge aufgenommen, produziert hat Gitarrist Kurt Ballou, alle gemeinsam haben ein natürlich mal wieder anstrengendes, aber auch sehr, sehr beindruckendes Album gemacht.
“Love Is Not Enough” von Converge erscheint auf Epitaph/Indigo.



