Es sei so etwas wie der Nachfolger ihres Debüts ist zu lesen. Move 2.0? Aber: Nein. „Fillin_The_Blank” ist zwar irgendwie ähnlich, aber viel weniger albern und am Ende auch viel besser als der 30 Jahre „Vorgänger“. Und ganz oft wirklich richtig gut.
Tatsächlich erinnert hier vieles an die Anfänge der Band, an „Risin‘ High“ und „Move“ und so. Old School H-Blockx, Cross-Over, Rap meets Metal, alles was dazu gehört. Gehörte. Aber: Das nimmt man der Band einfach ab, man spürt, dass sie da Bock drauf hat, das sie das Zeug liebt. Und ist kurz davor, es auch zu lieben.
Ganz anders als früher, denn da hat man H-Blockx ja durchaus belächelt, weil sie eben nie so cool wie andere Cross-Over-Bands wie Such A Surge, Downset oder Thumb waren (wenn auch immer cooler als Mr. Ed Jumps The Gun), immer so ein wenig drüber waren, immer ein wenig komisch und nicht komplett echt. 2026 aber? Erinnern Lieder wie das schnelle, Bass-lastige „Me And My Horse“ oder auch der vorab veröffentlichte Opener „Straight Outta Nowhere“ zwar an früher. Sehr stark sogar. Aber hier lächelt niemand. Hier wippen sie alle, nicken und springen.
Und das zieht sich durch, die Band, die sich für diese Platte einen Platz auf dem Label der Donots geschnappt hat, tobt sich im Jetzt durch das Früher und macht damit eine Menge richtig. Sicher, manches kratzt wieder an der Schmunzel-Grenzen („Licky Licky“?) Aber wenn sie auch mal mit Alternative Rock spielt, mit Punkrock (stark: „Last Summer“) und mit Funk („Come Clean“), dann sorgt das für Abwechslung und – macht einfach Spaß.
Als viel mehr als das entpuppt sich der Song „Desperado“. Midtempo, weibliche Vocals, Ohrwurm, dazu ohne Ende Groove und laut Henning Wehland, „das Ehrlichste, was ich jemals geschrieben habe“. Ganz ehrlich? Der Song ist ein Monster. Das sicherlich Beste, was diese Band je gemacht hat.
“Fillin_The_Blank” von H-Blockx erscheint auf Solitary Man Records/Warner Music.




