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Wir schreiben das Jahr 1986. Motörhead sind Lemmy, Phil Campbell, Würzel und Pete Gill, gemeinsam kreieren sie ein Album, das sie „Orgasmatron“ nennen. Heute ist das gute Stück ein Klassiker. Bald erscheint es als neue Version, neu gemixt vom Band Buddy und Produzent Cameron Webb. Die 40th Anniversary Edition von „Orgasmatron“ erscheint am 6. November, eine neue Version des Titeltracks darf man schon jetzt hören.
Für Cameron Webb, der sechs spätere Motörhead-Alben produziert hat, war das kein gewöhnlicher Job: „Mein Bruder brachte mich mit ‚Orgasmatron‘ in Berührung, als ich 14 Jahre alt war. Ich hörte den Song und dachte: ‚Ist das überhaupt Musik?‘ Es war, als würde der Teufel persönlich aus meinem Kassettendeck kommen. Und ich liebte es. Dieses Album und ‚Rock ’N’ Roll‘ waren meine Motörhead-Alben. Deshalb ist es für mich unglaublich besonders, dass ich gefragt wurde, daran zu arbeiten. Ich kenne ehrlich gesagt niemanden auf der Welt, der sich darüber mehr freuen könnte als ich.“
Vor 40 Jahren waren Motörhead mit Produzent Bill Laswell und Engineer Jason Corsaro im Studio, anschließend aber, so heißt es, waren sowohl Lemmy als auch Phil Campbell der Meinung, dass in Laswells finaler Fassung etwas von der Wucht, der Schärfe und der Energie verloren gegangen war. Webb sagt: „Lemmy und Phil haben beide gesagt, dass ihnen der ursprüngliche Mix nicht gefiel. Also habe ich darüber nachgedacht, worum sie mich wohl gebeten hätten, wenn sie neben mir gesessen hätten. Ich habe versucht, das einfließen zu lassen, was ich über sie und ihre Herangehensweise an Aufnahmen wusste – hier den Bass stärker herauszuarbeiten, dort die Gitarren klarer zu definieren – und gleichzeitig das zu respektieren, was bereits vorhanden war. Das Ziel war nie, das Original zu ersetzen, sondern mehr von dem hörbar zu machen, was bereits darin steckte.“
Und weiter sagt der Produzent, der auch schon mit NOFX, Sum 41, Kelly Clarkson oder Limp Bizkit gearbeitet hat: „Ich liebe es, dass das Original wild und ein bisschen chaotisch ist. Mir war wichtig, respektvoll mit dem umzugehen, was Jason Corsaro und Bill Laswell geschaffen hatten, anstatt einfach zu versuchen, daraus eine moderne Heavy-Metal-Produktion zu machen. Als wir die originalen 24-Spur-Bänder öffneten, konnte man wirklich hören, wie kreativ sie mit den Sounds umgegangen waren – vor allem mit den Drums. Diese Aufnahme hat unglaublich viel Charakter, und genau den wollte ich bewahren.“




