Es hat noch keine Guns N Roses-Züge angenommen, aber am Ende hat es trotzt mehrfacher Ankündigung in den vergangenen Jahren doch ganz schön lange gedauert. 13 Jahre sind seit dem letzten Album von Karnivool vergangen. Jetzt sind die Australier mit neuer Musik am Start. Und die? Kann richtig was.
Man könnte sich jetzt natürlich mal die Frühwerke der Band anhören. Die waren ja ganz gut, daran erinnern sich sicher die meisten. Und dann mal schauen, was ist anders, was war früher anders, besser, schlechter. Könnte man. Muss man nicht. Denn vielleicht ist es besser, genau das nicht zu tun. 2026 ist jetzt. „In Verses“ ist da. Früher ist gerade mal egal.
Zehn Songs sind auf der neuen Platte. Nur einer braucht weniger als fünf Minuten, andere dauern mehr als sieben, mehr als acht Minuten. Da hatte jemand Bock, da hatte jemand eine Menge Ideen. Und noch viel mehr. Das Besondere daran: Auch auf Länge werden diese nicht langweilig. Das Album ist durchgehend hochklassig, immer spannend und so unglaublich atmosphärisch und wirklich niemals doof. Sehr beeindruckend.
Wie auch die Vielfalt beeindruckend ist. Von Prog bis Alternative Rock und Metal, von Dredg bis Tool und sogar bis Radiohead und dabei manchmal herrlich hart, an anderer Stelle um so verträumter, mal sperrig und mal sanft und melodisch. Alles kann, alles passiert. Alles muss. Muss man hören und dann auch sehen. Im April und Mai 2026 kommen Karnivool auf Tour.
“In Verses” von Karnivool erscheint auf InsideOut.



