Eric Woolfson ist der einen oder dem anderen vielleicht noch als Mitwirkender bei Alan Parsons Project erinnerlich – einem Projekt, an das sich der Rezensent bis ca. zum zweiten Album „I Robot“ noch gern, danach aber mit immer schmerzlicherem Gesichtsausdruck erinnert. Und über das, was Alan Parsons heute so veranstaltet, decken wir lieber eine Eierkartonwand des Schweigens. Nun aber lernen wir erstaunt mit diesem Release, dass Eric Woolfson „Schöpfer, Schreiber, Manager und gelegentlicher Sänger“ von APP war und nun von Mitarbeitern von Sony Music auf den Knien rutschend dazu bewogen werden konnte, diese musikalischen Gemmen der Menschheit nicht länger vorzuenthalten, bei denen es sich um „unveröffentlichtes oder alternatives Material aus der APP-Zeit“ handelt. Erbarmen, spätestens drei Lieder später hat man eine recht feste Vorstellung davon entwickelt, WARUM sich Alan Parsons (u.a. Toningenieur und Produzent der Beatles, von Pink Floyds größten Alben, von Cockney Rebel etc.) bei diesen Kompositionen sein Veto einlegte.
Denn hier kommt die zuckrigste, poppigste Seite von APP zum Vorschein – gegen das Gewinsel von „Golden Key“ waren selbst die auch schon grenzwertigen, von Woolfson gesungenen APP-Hits „Don’t Answer Me“ oder „Eye In The Sky“ veritable Rocker. Bei Interesse Hörprobe dringend angeraten.
„Sings The Alan Parsons Project That Never Was“ von Eric Woolfson erscheint auf Lime/Soulfood.




