Wenn eine Scheibe mit einer „Ouverture“ von 2:50 Minuten startet und Binsenweisheiten wie „Ein Reiter ohne Pferd ist nur ein…
Wenn eine Scheibe mit einer „Ouverture“ von 2:50 Minuten startet und Binsenweisheiten wie „Ein Reiter ohne Pferd ist nur ein Mensch aber ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd“ ins Rennen schickt werden, muss etwas ganz Besonderes dahinter stecken. In diesem Falle handelt es sich um „My Horse Likes You“, das neue Studioalbum…
Noch eine Aufnahme eines Konzerts aus dem Rose Bowl Stadion in Pasadena – Depeche Mode hatten hier an gleicher Stelle ihr „101“-Live-Album und -Video aufgenommen, U2 machen es auch – natürlich ungleich größer und einfach gigantischer, was das ganze Drumherum angeht. Das riesige Kraken-haftige Etwas, im Falle von U2 auch Bühne genannt, erstreckt sich vom…
Noch verdammt jung, nicht besonders deutsch und irgendwie auf dem Weg In etwa so könnte man die beiden Bands des Abends beschreiben. Warum das so ist, wurde spätestens klar, als Beat!Beat!Beat! später endlich auf der Bühne standen. Doch zunächst zur Vorband: Der Ringer. Hinter dem ungewöhnlichen Namen verbergen sich vier Jungs aus Hamburg. Diese spielen…
Matula kommen aus Hamburg und Kiel (ursprünglich Neumünster) und legen mit „Blinker“ dieser Tage ihr zweites Album vor. Im Vergleich zum Debütalbum „Kuddel“ ist der sympathisch-rumpelige Punksound einen klitzekleinen Tick glatter geworden. Dafür geben Matula auf „Blinker“ insgesamt noch einen halben Fuß mehr aufs Gas und die Produktion hat eine ordentliche Schippe Druck draufbekommen.Leider sind…
Mit seinem ersten Soloprojekt hat Klampfenfreund Josh Lattanzi direkt mal einen Volltreffer gelandet – an „Between The Sounds“ gibt es einfach nichts, das Missfallen erregen könnte. Neben Gesang, Gitarre, Bass und Keyboards übernimmt Lattanzi auch den Großteil des Songwritings, bleibt zudem dann nach den Aufnahmen noch im Studio und mischt beim Produzieren und Mastern mit.…
Gleich im zweiten Song, „Back In Time“, lässt Tom Chaplin verlauten „I’ve got time to kill“, und das glaubt man ihm sofort! Nach ebenso düsterem wie nichtssagendem Intro leitet dieser Killers-Abklatsch über zum furchtbar peinlichen „Stop For A Minute“. Aus welcher Anwandlung fehlgeleitetem Pathos dieses Schmuckstück hervorging, möchte man gar nicht erst wissen, Handclaps, schmalzige…
Grünzeug braucht man nicht mehr rauchen, Holy Fuck erzielen dieselbe halluzinogene Wirkung wie die besten Partydrogen und schleusen jedermann butterweich von einer Trance in die nächste. Dass der Mix aus Electro, Experimental und Postrock-Instrumentals die nächste Party zum Beben bringt, steht völlig außer Frage, nur um sich das ganze privat mehr als streng dosiert anzutun,…
Audiolith macht momentan sehr viel richtig – mit Frittenbude scheint nach Bratze das Label den nächsten Knaller zu landen, wenn man die vielen guten Kritiken sieht und vor allem, wie viel Leute inzwischen vor der Bühne stehen, wenn Ruede Sucre, Ja!kob und Midimúm ihr minimales Equipment aufstellen und loslegen, als gäbe es kein Morgen mehr.…
Mit „69.9“ legt die Wahl-Berlinerin Julia A. Noack ein Album vor, wie man es aus unseren Breiten eigentlich weniger gewohnt ist. Es gibt souveränen, englischsprachigen Indie-Folk-Pop fernab von irgendwelchen möglichen Vorbildern – mit einem durchaus eigenen musikalischen Gesicht und einem interessanten soundtechnischen Ansatz, den Julia so definiert: „Ich wollte ein wenig mit dem eher traditionellen…
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