Im Jahr 1973 nahm Lou Reed sein Album „Berlin“ auf%3B eine Reise durch eine Halbwelt aus Paranoia, Schizophrenie und drogengeschwängerter…
Im Jahr 1973 nahm Lou Reed sein Album „Berlin“ auf%3B eine Reise durch eine Halbwelt aus Paranoia, Schizophrenie und drogengeschwängerter Gewalt, wie ein Journalist damals schrieb. Fast zwangsläufig wurde „Berlin“ ein kommerzieller Flop – man erwartete damals von Reed wohl etwas anderes als die hier auftauchenden orchestralen Arrangements und Bläser. Auch live wurden die Songs…
Für Menschen, die den visuellen Stimulus suchen, ist das Debütalbum der Sängerin Tovah ein Leckerbissen: Aufwendiges Booklet, schöne Fotografien, interessantes Bildkonzept. Kein Wunder, denn Tovah (im Hebräischen die weibliche Form für Gott) ist diplomierte Designerin. Für Leute, die mehr auf ausgesuchte Hörerlebnisse stehen, tut sich bei „Escapologist“ aber leider schon nach kurzer Zeit eine gewisse…
Große Musik muss manchmal wirklich erst entdeckt werden. So auch hier. Die kleine, zunächst recht unaufregende Band aus New York nennt sich in guter Death Metal-Manier The End Of The World und macht dann so ziemlich genau das Gegenteil vom erwarteten Geballer. Stefan Marolachakis (Gesang, Drums) und Gitarrist Benjamin Smith, die zwei Hauptprotagonisten hinter The…
Das australische Trio I Heart Hiroshima bietet wieder einmal einen trefflichen Anlass, über die in Indierockkreisen gern diskutierte Frage zu streiten, ob eine gute Indie-Band auch ohne Bass funktioniert oder nicht? Schön auch, dass sie die Antwort auf ihrem Album „Tuff Teef“ gleich eindrucksvoll mitliefern. Die Band aus Brisbane jedenfalls wirbelt auch basslos so energetisch…
Kontakt Langsam bildet sich ein Schweißtropfen auf der Stirn, rinnt über die Schläfe bis zur Wange, stoppt kurz am Kinn und tropft dann, an der Gitarre vorbei, auf den Bühnenboden. Doch nicht nur auf der Bühne unter dem Scheinwerferlicht ist es heiß in der Kölner Live Music Hall. Auch die Fans der Braunschweiger Rock-Band Oomph!…
Platte der Woche KW 47/2008 Bereits mit ihrem hochgelobten Debütalbum „Cryptograms“ aus dem Jahr 2006 sollten Deerhunter aus Atlanta den einen oder anderen Fan gewonnen haben. Im Lager der Kritiker haben die Jungs um den extrovertierten Blogger Bradford Cox jedenfalls einen Stein im Brett und man muss kein Prophet sein, wenn man vermutet, dass „Microcastle“…
Groß war er, der Aufschrei, als die Vorab-Single „Human“ die Radiostationen, Clubs und Charts eroberte. „Ausverkauf!“, „Pop!“ und „Kitsch!“ wurde dem Quartett aus Las Vegas vorgeworfen. Ausgerechnet jener Band, der seit ihrer Indie-Rock-Perlen wie „Mr. Brightside“, „Somebody Told Me“ oder „When Your Were Young“ ganze Scharen von Fans zu Füßen lagen – genau diese Band…
Um es mal ganz knapp vorweg zu nehmen: Die Berliner Combo Superleutnant bietet auf ihrem zweiten Album „Schöner als die Weisheit“ zweifellos schönen, zuweilen recht tanzbaren Indie-Pop mit trashiger Note. Hier wird weder das Rad neu erfunden, noch entdeckt man eine relevante Fortentwicklung zum Erstling „Gib Her“. Das mag in diesem Falle nicht grundsätzlich schlecht…
60 Jahre ist sie mittlerweile alt, und trotzdem man Grace Jones bei dieser unnachahmlichen Karriere (die dann plötzlich vor ca. 19 Jahren abbrach) so ziemlich alles zutraut, hätten nicht viele mit diesem fulminanten Comeback gerechnet: „Hurricane“ ist ein perfekt produziertes Popalbum geworden, mit Songs, die die Diva ganz auf ihrer stimmlichen und charismatischen Höhe zeigt.„She…
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