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  • Scott Matthew – Der sanfte Scharlatan

    Als Scott Matthew letztes Jahr mit seinem selbst betitelten Debüt-Album reüssierte (nachdem er sich zuvor bereits mit einigen Titeln in dem Indie-Film „Shortbus“ einen Namen gemacht hatte), schien er direktemang in eine bislang unentdeckt brachliegende Nische gestoßen zu sein. Mit seinem sanftmütigen, melancholischen und absolut aggressionslosen Dreampop Akustik Folk eroberte er umgehend die Herzen aller…

  • Bonnie Prince Billy – Beware

    Wie schon öfter bringt Will Oldham fast zeitgleich mit seinem Kollegen Bill Callahan ein neues Werk heraus – und wie schon öfter, werden diese dann wohl gegeneinander gehandelt werden. Dabei bietet der schrullige Meister dieses Mal allerdings weniger Angriffsfläche, denn dessen zuletzt beinahe hemmungslos ausgelebte Vorliebe für folkige Ansätze bricht sich auch hier wieder Bahn.…

  • The Olympic Symphonium – More In Sorrow Than In Anger

    In Kanada gilt – mehr noch als anderswo – das Prinzip des musikalischen Miteinanders. Wie kaum eine andere befruchtet sich die kanadische Szene gegenseitig – ohne notwendigerweise in Inzucht zu verfallen, da das musikalische Spektrum gemeinhin weit gefasst ist. In diesem Fall sind es drei gestandene Songwriter – Nick Cobham, Kyle Cunjak und Graeme Walker…

  • The Long Blondes – Singles

    Wie sinnvoll ist es für eine Band, die gerade mal zwei Alben und vier Singles veröffentlich hat, dann genau diese auf dem dritten Album zusammengefasst zu veröffentlichen? Das kommt darauf an, wie wichtig dem Komplettisten die Sache ist. Im Fall der Long Blondes aus Sheffield ist die Sache zumindest zwiespältig – selbst unter dem Gesichtspunkt,…

  • Share – Pedestrian

    Share ist das Geisteskind des kanadischen Songwriters Andrew Sisk. In der Bio heißt es, dass Sisk vom Land in die Stadt zog. Vielleicht klingt deswegen die Musik des in Halifax ansässigen Bandleaders weit weniger folky als Manches, was seine Kollegen so auf die Beine stellen. „Pedestrian“ ist das dritte Share-Album – und es ist ein…

  • Grand Theft Bus – Made Upwards

    Mit Autodiebstahl geben sich die Kanadier nicht zufrieden – es müssen schon Busse sein, die hier entwendet werden. Dabei kommt der scheppernde, schmirgelnde Indie-Pop-Rock den das Quartett hier verbreitet, relativ urban und überhaupt nicht pompös daher. Eher schon ein wenig schwerfällig: Die holprigen Beats und die ewig gleich klingenden Gitarrenornamente drohen die eigentlich durchaus vorhandenen…

  • Extra Life – Secular Works

    „Säkular“ sind Tätigkeiten, die eigentlich von der Religion losgelöst sind – „weltliches“ also. Insofern macht Charlie Looker (Zs) im Prinzip eine Art spiritueller Musik ohne religiösen Bezug. Warum? Weil seine aus monotonen Gitarrenfiguren, unmöglich vorherzusehenden rhythmischen Eruptionen und non verbalen Gesangsfiguren mit eindeutig kirchenmusikalischer Harmonik bestehenden epischen Kunstrock-Elaborate – so verkopft sie auch daher kommen…

  • Maria Taylor – Planlos glücklich

    „Damenglück“ heißt das neue Album von Maria Taylor. Und das umschreibt dann auch ganz gut ihren momentanen Gemütszustand. Zwar hieß es im Vorfeld, dass die zierliche Songwriterin auf diesem Werk eine zerbrochene Beziehung verarbeite, aber davon ist nicht viel zu spüren. Und außerdem möchte Maria das auch gar nicht bestätigen. Zwischenzeitlich ist sie nach Los…

  • Bill Callahan – Sometimes I Wish We Were An Eagle

    Platte der Woche KW 14/2009 Nachdem Bill Callahan sich auf seiner letzten Scheibe als Folkie ausgetobt hat, präsentiert er sich auf dem neuen Werk – völlig zurecht und ungemein souverän – wieder als das, was er eigentlich ist: Als Grandseigneur des intelligent gemachten Indie-Songs. Stimmungsmäßig bietet Callahan hier eine (gedachte) Schnittmenge aus Leonard Cohen und…

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