Im Prinzip ist Chris Joss so eine Art Readymades-Virtuoso, der aus gefundenen Versatzstücken (meist aus obskuren Retro-Funk und -Soul Quellen)…
Im Prinzip ist Chris Joss so eine Art Readymades-Virtuoso, der aus gefundenen Versatzstücken (meist aus obskuren Retro-Funk und -Soul Quellen) eigenes Futter zusammenschusterte und dieses den Tanzflächen dieser Welt andient. Daneben arbeitet er als Produzent, DJ und Remixer. Auf dem neuen Werk packt er all diese Zutaten zusammen und verziert sie zusätzlich mit fetten Basslinien,…
Simone White ist kein Mann – sondern eine auf Hawaii geborene Songwriterin, die sich auf diesem Album mit Mark Nevers (of Lambchop-Fame) als Produzenten zusammentat, weil sie die von ihm produzierte Bonni Prince Billy-Scheibe „Master And Everyone“ mochte. Simone mag auch klassischen Jazz à la Nina Simone. Und dieses Album ist ihr erstes und das…
Planlos gehen planlos auch auf ihrem fünften Album nicht vor. Es gibt deutschsprachigen Hochglanz-Power-Punk-Pop in der Art der Ärzte oder der Toten Hosen (der alte Hosen-Drummer Wölli Rhode ist schließlich der Labelchef). Zu dem Thema gibt’s auch einen entsprechenden Kommentar mit dem Song „Etiketten“, der zu dem Schluss kommt, dass es egal ist, wie man…
Outmatch sind eine junge Rockband aus Kanada – tun aber alles, um möglichst wie jede beliebige US-Band gleichen Kalibers zu klingen (in gewissen Kreisen ein durchaus typisches kanadisches Problem). Die Sache geht hier sogar so weit, dass – auf einem technisch perfekten Niveau – nicht nur die aktuellen Gitarrensounds radio- und massenkompatibel glatt geschliffen werden,…
Nachdem Mike Batt seine Neuentdeckung Katie Melua unter seine Fittiche genommen hatte, hatte er sich ganz bewusst eine Auszeit als Sänger genommen, um sich auf die Unterstützung seiner Elevin konzentrieren zu können. Nachdem diese so langsam flügge wird, arbeitet Batt mit diesem Album nun seine eigene musikalische Historie auf. Anstatt aber einfach ein Best Of-Album…
Da wäre also wieder die Thüringerin mit tansanischen Wurzeln. Auf ihrem fünften Album macht sie nun keine Gefangenen, sondern erweist ihrem großen Vorbild Nina Simone (nach der sie ja immer schon ein wenig geklungen hat) mit einigen Tracks aus deren Songbook ihre Referenz. Dabei sind dann Simone-typische Notwendigkeiten wie „My Baby Just Cares For Me“,…
Was diese Scheibe nicht verdient hat, ist das Cover-Motiv, das in seiner unbedarften sommerlichen Beliebigkeit prädestiniert ist für die Kuschelrock-Krabbelkiste. Doch anstelle liebloser Muzak gibt es hier eine intelligente Mischung aus leichtfüßigen, jazzigen Bossa-Sounds, angereichert mit je einer Prise Fado, Chanson und Tango und von Lisa Wahlandt einfühlsam und kongenial auf Portugiesisch, Englisch, Deutsch und…
Der Mann mit dem seltsamen Namen und dem unscheinbaren Hut stammt aus Los Angeles – wohnt aber musikalisch eher in England. Mit einer Stimme, die zuweilen an einen schläfrigen Ray Davies erinnert und einem sicheren Gespür für beatlesque Melodiebögen, arbeitet sich Ferraby durch eine Sammlung verspielt arrangierter, altmodisch anmutender Pop-Songs, denen man einen gewissen naiven…
Hierzulande zehren Collective Soul immer noch von dem Eindruck, den ihr Hit „Shine“ aus dem Jahre 1994 hinterlassen hat. In den USA hat sich die Band um die Brüder Ed und Dean Roland aus Georgia im Laufe der Jahre kontinuierlich zu einer erfolgreichen Indie-Supergroup entwickelt. Irgendwo auch zu Recht, wie auch das neue Werk „Afterwords“…
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