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  • Shana Cleveland – Dahingetupfte Realitätsflucht

    Gibt es eigentlich etwas, was Shana Cleveland nicht kann? Erst letztes Jahr brillierte sie als Frontfrau des kriminell unterbewerteten Surf-Rock-Quartetts La Luz mit der Glanztat „Floating Features“ und verband dabei so ungeniert ambitioniert Trash-, Surf-, Schrammel-, Psychedelic- und Girl-Group-Pop, dass es eine helle Freude war. Als Solistin dagegen widmet sich die Amerikanerin einem ganz anderen…

  • Jenny Lewis – „Musikmachen ist das Einzige, was ich kann!“

    Der Titel des neuen Albums von Jenny Lewis ist gut gewählt. „On The Line“ heißt das vierte Solowerk der 42-jährigen US-Singer/Songwriterin, die als Frontfrau ihrer Band Rilo Kiley eine ganze Generation junger Indierockerinnen beeinflusst hat, und tatsächlich stand für sie in den fünf Jahren seit dem Vorgänger „The Voyager“ wirklich vieles auf dem Spiel. Mit…

  • Lambchop – Gedankengeschwindigkeit

    Mit seinem letzten Album „Flotus (First Lady Of The United States)“ läutete Lambchop Maestro Kurt Wagner eine für viele alte Fans unverständliche musikalische Kehrtwende ein und machte elektronische Bestandteile, die er zuvor allerhöchstens als Effekte in den Lambchop-Arrangements versteckte, zum zentralen Bestandteil seines aktuellen Sounddesigns. Auch personell veränderte er das Projekt Lambchop grundlegend. Während sich…

  • Dagobert – Der Hohepriester

    Anfang März erschien das neue Dagobert-Album „Welt ohne Zeit“, das wir in unserer Rezension schon durchaus abgefeiert haben. „Jeder Song, tatsächlich wirklich jeder Song, ist ziemlich sehr gut“, schrieben wir. „Die poppigeren, die elektronischeren, die 80er beeinflussten und die mit ein bisschen mehr Schlager-Flair – ohne Schlager zu sein, ohne Fuzz und ohne Fuzzi. Und…

  • Kettcar – Heute. Morgen. Übermorgen?

    Kettcar bitten erneut zum Tanz. Die Band, die nicht als Kämpfer verstanden werden will, läutet nämlich überraschend früh Runde zwei ein. Heute erscheint bereits der böse kleine Bruder des Albums „Ich vs. Wir“: „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit“ Schon die im Vorfeld veröffentlichten Songs zeichnen die Richtung vor: Es wird wieder politisch. Sei es die…

  • Sophie Auster – Ohne Druck geht es besser

    Als Sophie Auster 2006 ihr selbst betiteltes Debütalbum herausbrachte, sah das zunächst nach einer ganz normalen Karriere als Musikerin aus. Aufgrund der Kontakte ihres Vaters – des US Autors Paul Auster – mit New Yorker Musikern hatte sich die junge Sophie entschlossen, ein Album mit eigenen und vertonten Texten diverser romantischer Poeten einzuspielen, zu dem…

  • Alice Phoebe Lou – Auseinandersetzung

    Als die seit einigen Jahren hauptsächlich in Berlin residierenden Südafrikanerin Alice Phoebe Lou zunächst mit der selbst produzierten Live-EP „Live At Grüner Salon“ und dann mit ihrem offiziellen Debüt „Orbital“ antrat, tat sie das mit einem höchst interessanten Konzept: Alice Phoebe Lou hatte ihre musikalischen Erfahrungen nämlich weder im heimatlichen Schlafzimmer gesammelt (wie heutzutage die…

  • Hand Habits – Im Dazwischen zu Hause

    Kevin Morby allabendlich an der Leadgitarre die Show zu stehlen, gehörte für Meg Duffy jahrelang zu den leichtesten Übungen, auf dem neuen Hand-Habits-Album dagegen rückt das Entdecken der Möglichkeiten in den Mittelpunkt: Die verträumte Eleganz der pastellfarbenen Bedroom-Folk-Songs des Debüts „Wildly Idle“ von 2017 tauscht Duffy auf dem famosen Nachfolger gegen einen Sound ein, der…

  • Stella Donnelly – Kein Zufall

    Die Australierin Stella Donnelly hat etwas zu sagen. Das bezieht sich nicht nur auf ihre endlose Facebook-Seite, sondern natürlich auch auf ihre Songs, in denen sie sich mehr oder minder unverblümt, aber durchaus charmant und humorvoll hauptsächlich um die zwischengeschlechtlichen Themen kümmert, denen sich junge Frauen nicht nur heutzutage ausgesetzt sehen. Das passt alles ganz…

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