Da hat aber jemand seinen Bert Jansch mit Gewinn studiert. Auf seinem 12. Album bereitet der seit 2007 in New…
Da hat aber jemand seinen Bert Jansch mit Gewinn studiert. Auf seinem 12. Album bereitet der seit 2007 in New York ansässige Londoner Neo-Folkie Rupert Wates seine Klanglandschaften nämlich in ganz ähnlicher Weise als atmosphärische Fingerpicking-Glissandi auf, wie der große Vorreiter. Eine gewisse jazzige Harmonieführung in Sachen John Martyn kommt dann ebenso hinzu, wie die…
Plattenbau ist eine dieser typischen Bands, wie sie am besten wohl in der multinatioalen Berliner Szene gedeihen können. Ursprünglich als Trio gestartet hat sich auf Album #3 nun auch noch Jesper Munk dem Unternehmen angeschlossen. Überraschend ist das nicht, denn Plattenbau-Mastermind Lewis Lloyd ist ja seit einiger Zeit auch als Bassist bei dem gemeinsamen Projekt…
Auf ihrem Solo-Debüt-Album „Outside Child“ beschäftigte sich die ursprünglich aus Kanada stammende, aber nun in den USA residierende grammy-nominierte und Juno-prämierte Songwriterin Allison Russell ausführlich mit ihrer persönlichen Geschichte als missverstandene und missbrauchte Außenseiterin. Auf Album Nummer zwei geht sie nun sozusagen einen Schritt zurück, bezieht sich auf ihre afro-amerikanischen Roots, widmet sich dezidiert den…
„Private Lives“ – das letzte Magnum Opus von Adam Weiner und seinen Mitstreitern war ein ausgewachsenes Doppel-Konzept-Album, in dem sich Weiner als Auteur mit persönlichen Unbilden auseinandersetzte. Das neue Album „Art Dealers“ ist nun nicht mehr ganz so ausufernd geraten – macht dabei aber Masse durch Klasse mehr als wett. Nachdem er 2021 ein aus…
Und dann ist alles wieder gut. Zumindest für den Moment, für eine gewisse Zeit. Für ein paar Songs. Kvelertak laufen und die eigenen Sorgen und Gedanken sind vergessen. Kvelertak laufen schließlich. Lärmen, wüsten, drücken und drohen. Da ist kein Platz für anderes. Danke sehr. „Endling“ ist ein ganz schön anstrengendes, aber vor allem ein aggressives…
„Suburban Legend“ ist eine komische Platte. Nicht im Sinne von witzig, ulkig, albern. Eher so: merkwürdig. Ganz oft ist sie auch eine tolle und noch tollere Platte. Aber immer wieder wundert man sich doch ein wenig. Was machen Durry denn da? Wieso klingen sie plötzlich wie Coldplay? Komisch… Die ersten vorab releasten Songs, „Coming Of…
Platte der Woche KW 35/2023 Sie existieren. Nicht so häufig, aber dennoch gibt es sie: Gänsehaut-Platten. „Everything Is Alive“ von Slowdive ist so eine. Es beginnt schon beim ersten Song, „Shanty“: Eingeleitet von Synthie-Arpeggios, die schon bald vom typischen mit Gitarren-Effekten beladenen Slowdive-Wall-of-Sound angereichert und durch den Gesang von Rachel Goswell und Neil Halstead abgerundet…
Madder Rose sind zurück! Zugegeben, eigentlich hatte sich die kleine, große Indierock-Band aus New York City ja schon vor drei Jahren aus ihrer 20-jährigen Pause zurückgemeldet, doch auf dem im Tumult der COVID-Pandemie leider etwas verloren gegangenen Vorgänger „To Be Beautiful“ war spürbar der Wunsch stärker, neue Ausdrucksformen zu finden, als nostalgischen Gefühlen nachzugeben. Mit…
Die Kanadierin Charlotte Cardin hat gegenüber ihren Kolleginnen, die wie sie Old-School-mäßig produzierte, klassische organische Popmusik machen, einen interessanten musikalischen Mehrwert: Ihre ungewöhnliche Stimme mit hohem Wiedererkennungswert nämlich. Das meint: Charlotte klingt einfach von Natur aus schon anders als die meisten ihrer besagten Kolleginnen. Dabei ist es gar nicht so einfach, diese Stimme zu beschreiben:…