Tatsächlich war es Frühjahr 2019, als das letzte Brutus-Album vor diesem erschien. Eine lange Zeit also, überbrückt durch eine Live-Platte…
Tatsächlich war es Frühjahr 2019, als das letzte Brutus-Album vor diesem erschien. Eine lange Zeit also, überbrückt durch eine Live-Platte zwar, aber trotzdem: lang. „Nest“ hieß der Vorgänger, Platte der Woche, große Unterhaltung. Jetzt geht es weiter. „Unison Life“ ist mindestens genau so gut. Super Platte! Zehn Lieder haben die belgischen Postrocker mit der singenden…
Der Künstlername Chorusgirl hat schon einen gewissen Beigeschmack – denn bevor die britisch/deutsche Songwriterin Silvie Wersing in eigener Sache unter diesem Moniker unterwegs war, arbeitete sie lange Zeit aus der zweiten Reihe im Hintergrund – aus dem Chorus heraus sozusagen. Seitdem sie sich aber 2015 selbständig machte, agiert sie selbstbewusst als stilistisch eher ungebundene Indie-Pop-Queen…
Sachen gibts. Es hätten vor ein paar Jahren nicht viele damit gerechnet, dass Architects mal ein Nummer-1-Album in den England haben. Haben sie aber, „For Those That Wish To Exist“ ging erst im vergangenen Jahr auf den Platz an der Sonne. Gar nicht mal unverdient übrigens, wir feierten das Album ebenso ab und störten uns…
Auf ihrem zweiten Album haben die schwedische Songwriterin Alice Boman und ihr Partner In Crime, Produzent Patrick Berger, einen Weg gefunden, Alices Selbstfindungs- und Autotherapie-Elegien in ein schlüssiges Dreampop-Format einzubinden. Bemerkenswerterweise geschah das nicht über einen ausgefeilten Plan, sondern durch eine Jam-Session mit Drummer Nils Törnqvist, dessen federnde Drum’n’Bass-Impulse Alices Musik eine ganz neue Richtung…
Die isländische Songwriterin Árný Margrét hat auf ihrem Debütalbum „They Only Talk About The Weather“ ein schönes Bild gefunden, ihre fragilen Selbstfindungs- und Coming-Of-Age-Songs auf poetische Weise greifbar zu machen. Denn als roter Faden zieht sich das Wetter als Sinnbild für die Unwägbarkeiten des Lebens durch ihre Songs – womit sie auch gleichzeitig eine Verbindung…
Alleine für den Namen muss man diese Band mögen. Vizediktator. Wie charmant ist das, wie lässig und lieb. Aber doch mit Ambitionen? Vor einigen Jahren waren sie die Kinder der Revolution, jetzt fragen sie nach der Welt. Richtig so. Richtig gute neue Platte! Besonders der Titeltrack ist ein unfasslicher schönes Ding, vielleicht mit Milliardens „Himmelblick“…
Wir können es kurz machen: Alle Musikfreunde, die sich für Sophie Hunger interessieren (und das sind ja so einige), können sich beruhigt auch mit den Solo-Arbeiten der Leipziger Musikerin Thea Klar beschäftigen (die auch in der Soul-Band Kalimera mitwirkte). Denn Thea ist dermaßen angefixt von der unberechenbaren, multilingualen Vielseitigkeit ihrer schweizer Kollegin, dass sie es…
Eines der Probleme, die die erste Generation der Hippie- und Müsli-Psychedeliker aus den 60s hatten, war ja das, dass die musikalischen Fähigkeiten der Musiker deren Ambitionen ja zuweilen kontraindikativ entgegen standen. Dieses Problem haben der Ire Seán Mulrooney und seine Musiker und Gäste (darunter Earl Marvin von den Tindersticks, Patrick Dempsey oder Couny Donegal von…
Skid Row 2022? Gehen noch klar, gehen sogar noch richtig gut! „The Gang’s All Here“ ist eine überwiegend richtig starke Scheibe. Eine Scheibe voller Alte-Schule-Hardrock wie damals, 80er Metal mit Hairflair, ganz viel Euphorie und immer schön auf die Kacke hauen. Breitbeinig, Matte schwingend, böse gucken. „Slave To The Grind“ und so? „Youth Gone Wild“?…