„Ambient-Pop“ ist das, was uns als Stil für das zweite Album des Madrider Duos Mus angeboten wird. Und selbst diejenigen,…
„Ambient-Pop“ ist das, was uns als Stil für das zweite Album des Madrider Duos Mus angeboten wird. Und selbst diejenigen, die das Schubladen-Denken in der Regel verpönen, müssen zugeben: Das trifft es ungemein gut. Die Vocals – bei denen kaum auffällt, dass sie auf Spanisch sind – werden von Sängerin Monica Vacas nur so dahingehaucht,…
Es hat wohl mehr mit Psychologie als mit Marketingtricks zu tun – die meisten Menschen hören einfach solche Platten lieber, die bei Freunden und Bekannten einen „Aha!“-Effekt auslösen und nicht nur Fragezeichen in den Gesichtern des Gegenübers hinterlassen. Schade eigentlich, denn so fällt vielleicht dieses Album von Mob selbst bei den Leuten durch, die ansonsten…
Schon letztes Jahr ließen Last Harbour aufhorchen, denn auf ihrem großartigen Minialbum „An Empty Box Is My Heart“ fanden sich Songs wie „Past“, der beste Song, den die Tindersticks nie geschrieben haben, oder „Five Mile Lake“, das klang, als würden Calexico mit Johnny Cash gemeinsame Sache machen. Nun erscheint – ebenfalls auf dem kleinen französischen…
Jonatha Brooke (die früher mit Jennifer Kimball als The Story firmierte) gehört zu den Musikerinnen, die etwas zu sagen haben und trotzdem nichts dagegen hätten, im Radio gespielt zu werden. Also mehr Jewel als Ani DiFranco, mehr Jill Sobule als Kathleen Hanna. Das unterstreichen auch die beiden (männlichen) Gaststars der Platte. Neil Finn von Crowded…
Die Gnade der späten Geburt, kann man sagen: Eines der besten Progressive Rock-Alben aller Zeiten kann sich jetzt jeder, der eine Bildungslücke schließen will, gleich in einer aufwändig gemachten Special Edition ordern: Im Pappschuber steckt dann erst mal die Original-CD – der Sensation der internationalen Prog-Szene von ’93 mit einzigartigen Gänsehautgarantien wie „Acquaintance“ oder „Nighttime…
In diesem liebevoll ausgestatteten Package präsentiert InsideOut nochmals „Wounded“, den gottvollen Zweitling der Band, mit dem Enchant seinerzeit zum Label gekommen war. Ebenfalls enthalten ist das dritte, etwas sperrigere, weil verfrickeltere Album „Time Lost“ von ’97, das ebenso wie „Wounded“ durch Bonusmaterial zusätzlichen Nährwert erhält. Zu den Original-Aufnahmen muss man vielleicht nicht mehr viel sagen,…
Der klassisch ausgebildete Pianist Brad Mehldau, ein ehemaliges Wunderkind, öffnet sich mit seiner neuesten Platte verschiedensten Experimenten, nachdem er in seinen bisherigen Veröffentlichungen mehr das „klassische“ Jazztrio elaboriert hatte. Und was sich zunächst wie eine Mischung aus Keith Jarrett, frühem Herbie Hancock und spätem Chick Corea, plus gelegentliche, bedenkliche Fahrstuhlmusik-Ausflüge aus den Speakern arbeitet, kann…
Die Erwartungen nach dem äußerst erfolgreichem Vorgänger „Parachutes“ waren unglaublich hoch, es wurden Tourneen durch Europa abgesagt, man las mehr über das Privatleben von Frontmann Chris Martin als dass man einen neuen Ton zu hören bekam, aber das alles scheint Coldplay nicht im geringsten gestört zu haben. „A Rush…“ zeigt jetzt zwar nicht eine monumentale…
Platte der Woche KW 34/2002 So hätte die letzte Wilco-Scheibe auch klingen können, wenn sich Jeff Tweedy nicht entschlossen hätte, um der Kunst willen die Hälfte seiner Tracks mutwillig zu verbiegen und zu zerstückeln. Nicht nur, dass Vera Cruise-Sänger Paul Smith stellenweise klingt wie Tweedys Stand-In, nein, auch die Art, in der die Band spielerisch…