Das Problem mit der neuen Scheibe von Julian Dawson ist, daß der Mann mittlerweile soviel Routine hat, daß er das…
Das Problem mit der neuen Scheibe von Julian Dawson ist, daß der Mann mittlerweile soviel Routine hat, daß er das offensichtlich gar nicht mehr bemerkt. Und so klingt diese Scheibe denn auch wie eine Sache, die entstand, weil es mal wieder an der Zeit war, eine zu produzieren. Da fehlt jenes Brennen und Sehnen, was…
Witzischkeit kennt keine Grenzen. Aber wenn 30jährige Texte für 15jährige singen, hat das wenig mit Witzischkeit zu tun. Da hilft es denn auch nicht, wenn diese Malaise von der Band selbst erkannt wird. Zumal diese Texte dann auch nicht sonderlich gut sind. Von den üblichen Knittelreimen mal abgesehen – das kriegen andere auch nicht besser…
Count Basic könnte man als modernes Soul-Projekt bezeichnen. Zum großen Teil handgemachte Sounds, Arrangements die sich angenehm dem Jazz nähern, eine große Stimme und gefällige Präsentation zeichnen diese Geschichte aus. Leider – und das hat man ja oft bei dieser Herangehensweise – hapert’s am Songwriting. Insbesondere die extrem banalen Texte gehen gehörig auf den Keks.…
Da kann man sagen was man will: Aber mit „This Hurting Business“ geht der gute Chuck auf seine alten Tage doch tatsächlich mal neue Wege. Mit Hilfe nicht synthetischer Studio-Elektronik (also allen Mitteln der Verfremdung außer des Einsatzes von Synthesizern) peppt er seine Stücke auf vorliegender CD im Stile von Joe Henry oder der letzten…
Seit der Gründung von Consolidated im Jahre 1989 hat vor allem Gründungsmitglied Adam Sherburne so ziemlich alle Stilvarianten entdeckt und miteinander verwurschtelt, und immer war es unverkennbar. So auch auf der neuesten Veröffentlichung, „Tikkun“. Zwar sind die Songs insgesamt ruhiger als früher ausgefallen, aber das mag wohl an einem Todesfall in der Familie gelegen haben.…
Die dürfen sowas, bei Normal. Posthume Platten von Townes Van Zandt veröffentlichen, nämlich. Das ist eine Scheibe, wie sie auch der Meister goutiert hätte. Und zwar deshalb, weil sie mehr oder minder schonungslos seinen Verfall dokumentiert. (Ein Projekt, an dem er ja bis zu seinem Tode eifrig arbeitete). Die Stücke wurden zwischen ’94 (Bochum Langendreer…
So muß Popmusik heutzutage klingen, wenn sie sich von der leichtfüßigen Masse abheben soll: Teuer, edel, elegant, voluminös und dennoch transparent, perfekt aber nicht steril und mit Liebe zum Detail. All das trifft auf das Debut von Emiliana Torrini zu. Die Frau, die herkunftstechnisch halb Europa heranziehen kann, hatte hierbei – neben zweifellos vorhandenem Talent…
Neil Hannon ist ein Spinner. Einer jener sympathischen englischen Sonderlinge, die den unerklärlichen Drang verspüren, ihre Muse unter aberwitzigen Umständen Gassi führen zu müssen. Das führt dann im Falle von Divine Comedy zuweilen zu netten Pop-Hits wie „Generation Sex“ oder aber zu Titelmedlodien für englische Fernsehserien oder aber zu überdrehten Arrangements irgendwo zwischen Größenwahn und…