Dafür, dass Andy Cabic a.k.a. Vetiver sich ein wenig anhört wie ein sanftmütiger Jeff Tweedy, kann er ja nichts. Dass…
Dafür, dass Andy Cabic a.k.a. Vetiver sich ein wenig anhört wie ein sanftmütiger Jeff Tweedy, kann er ja nichts. Dass er dann aber nun eine Songsammlung vorlegt, die dann fast schon ein wenig besser gelungen ist, als das, was Tweedy auf der letzten Wilco-Scheibe diesbezüglich zustande brachte, ist fast schon ein wenig unheimlich. Worum geht…
Drei Scheiben in zehn Jahren Bandhistorie sind ja nicht so besonders viel. Andererseits: Meisterwerke wie dieses dritte Werk der Kanadier schüttelt man auch nicht eben so aus dem Ärmel. Es scheint nämlich, dass sich das gleichberechtigt agierende Quartett daran gemacht hätten, ein Album aufzunehmen, das alle Aspekte zeitloser, klassischer, organischer Gitarrenpop-Mucke in sich vereint. In…
Etwas rätselhaft ist das schon – denn Dallas Acid ist keineswegs eine Acid-Rock-Truppe aus dem texanischen Dallas, sondern ein Ambient-Trio aus dem texanischen Austin. Texanisch klingt das, was Vokalistin Linda Beecraft und ihre Mannen machen, trotz allem nicht. Eher erinnert das, was hier in sieben episch angelegten Tracks geboten wird, an die klassische Schule der…
Bei den Mavericks darf ja alles immer ein wenig größer, schöner und opulenter sein. Das gilt auch für das neue Werk, auf dem die Jungs zwischen klassischem Country-Pop, Tex Mex, Dancehall-Grandezza, Rock’n’Roll, Honky Tonk, Memphis Soul, Latin-Swing und schmalzigem Torch-Song-Pop so ziemlich alles auffahren, was sie im Laufe ihrer jahrhundertelangen Karriere angesammelt haben. Seit der…
Der Grund, warum der Ur-Antifolk-Popper (und Comic-Zeichner) Jeffrey Lewis nie so populär geworden ist wie sein Kollege Adam Green, ist unter anderem der, dass er sich nie von seinen Roots löste und heute im Prinzip immer noch das macht, mit dem er in den 90er startete: In hanebüchenen Tempo vorgetragene, sich meistens amüsant reimende Wortschwälle…
Einer der Tracks auf dem Debütalbum der Stockholmer Künstlerin Elin Blom, die ihr Projekt mit dem Fotografen Fredrik Etoall kurz Felin nennt, heißt schlicht „Lalala“ und klingt wie ein Outtake einer Blondie-Scheibe der ausgehenden 70er. Und im Prinzip ist das auch die Zielrichtung, die Felin musikalisch anstrebt. Es gibt organische Gitarrenpop-Musik mit einem dezidierten 70s…
Es so ein bisschen wie immer. Wieder hört man sich das Album an, findet es ziemlich klasse – und weiß zwar nicht so genau warum, bekommt es aber erneut so schnell nicht mehr aus dem Player. Eskimo Callboy eben, auf die ist inzwischen einfach Verlass, regelmäßig wird abgeliefert, Platte um Platte hat Klasse. „Rehab“ auch. Ohne…
Keine Frage: Wer immer das Debütalbum von „America’s most inventive young psychedelic band“ (Rolling Stone) abgemischt hat, gehört in den Allerwertesten getreten! Denn was es hier zu hören gibt, ist… akustischer Matsch, in dem die im vorgenannten Zitat angedeuteten psychedelischen Erfindungen des Quartetts aus Philadelphia nicht etwa auseinanderdividiert, sondern zusammengekloppt wurden. Der Gesang Catherine Elicsons…
Mit diesem Album präsentiert sich der Hamburger Liedermacher Drebe als neuester Vertreter der aktuellen, musizierenden Jammerfraktion des Deutschpop. Das Bemerkenswerte dabei ist allerdings, dass der Mann sogar dann lamentiert, wenn es ihm gut geht. Der Männerschmerz ist Drebe offensichtlich so in die Glieder gefahren, dass er das gar nicht realisiert. Musikalisch kommt das alles –…