Noch bei den Gesprächen zu Madeline Junos letzter Scheibe „DNA“ zeigte sich die Gute hin und her gerissen zwischen ihren…
Noch bei den Gesprächen zu Madeline Junos letzter Scheibe „DNA“ zeigte sich die Gute hin und her gerissen zwischen ihren Singer/Swongwriter-Roots, die sie auf ihren beiden ersten LPs mit englischsprachigen Songs erkundete und der damals gerade gewonnenen Zuversicht, mit deutschsprachigen Popsongs neues musikalisches Terrain erkunden zu können. Spätestens mit diesem Album ist die Richtung klar…
Luca Vastas erster Scheibe „Alba“ wurde des Öfteren angekreidet, dass sie nicht genügend Indie-Credibilty besäße, obwohl das Werk von Olaf Opal produziert wurde und dass die Songs im allgemeinen viel zu poppig seien. Das mag daran gelegen haben, dass sich Luca schon weiland nicht dafür entschuldigen mochte, dass ihre Songs eingängig und eben poppig ausgefallen…
Schon alleine das Projekt I See Hawks In L.A. fasste Mastermind Paul Lacques seinerzeit nicht als fixe Band auf, sondern als lose Gruppierung Gleichgesinnter, die dem Westcoast-Country-Sound Pauls offen gegenüberstanden. Für dieses Album taten sich Paul und sein Kumpel Victor Jacobs darüber hinaus mit Peter Davies und Gabrielle Monk des britischen Folkduo-Projektes Good Intentions zusammen,…
Sicherlich ist der Piano-Pop nicht gerade eines der angesagtesten, hipsten Genres unserer Tage. Und vielleicht ist es gerade deswegen interessant, dass sich Emma Frank – auf ihre Weise – mit Hingabe diesem Thema widmet. Wohlgemerkt geht es hier nicht darum, Jazz und Folk zusammenzuführen, sondern um das Erzählen von Geschichten – darunter eigene, fremde (Wilcos…
Eigentlich wollte die ursprünglich in Austin, nun aber in Decatur ansässige Songwriterin Caroline Herring ihr neues Album als klassisches Protestalbum als Reaktion auf die Trump-Wahl konzipieren. Sie stellte dann jedoch fest, dass auch ihr keine relevanten Antworten auf die politische Malaise unserer Zeit einfielen und kam deswegen auf die – vielleicht unerwartete, aber keineswegs abwegige…
Ausgerechnet in Bayern ist der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim seit neuestem ansässig. Und das scheint den Mann, der ansonsten auch gerne mal für orchestralere Produktionen zu haben ist, insofern beruhigt zu haben, als dass er hier eine Art lyrisches Selbstportrait in Form eines ruhigen Solo-Albums realisierte. Nun: Mit fast 85 Jahren ist die Zeit der…
Platte der Woche KW 35/2019 Bereits seit zehn Jahren ist Angela Perley mit ihrer Band The Howlin‘ Moons in der Americana-Szene tätig, ohne dass das hierzulande aufgefallen wäre. In den USA standen sie und ihre Band aber praktisch schon mit allen Größen des Genres auf der Bühne und veröffentliche die beiden LPs „Hey Kid“ und…
Es ist hier gar nicht (nur) die Musik, die „Threads“ so besonders macht. Die Musik ist nämlich meistens (nur) gut, ist feiner, solider, poppiger Country-Rock, Crow-Style irgendwie, gut zu hören ohne anzustrengen, eingängig, klassisch, macht man als Fan nicht viel mit falsch. Doch es gibt es eben auch die anderen Songs. Die richtig guten, die…
Eine „Slacker-Queen“ sei die 23-jährige Wahlhamburgerin Ilgen-Nur Borali, so heißt es in der Bio ihres ersten Albums „Power Nap“. Dabei klingt der englischsprachige Power-Pop der jungen Dame bestenfalls ausge- aber eben nicht verschlafen. Bislang machte Ilgen-Nur die Festivalbühnen in ganz Europa unsicher und ihr Song „17“ gelangte über die TV-Serie „How To Sell Drugs Online…