Merkwürdige Scheiben brauchen auch merkwürdige Namen. Das muss sich Zack Condon aus Albuquerque, New Mexiko, gedacht haben, als er seinem…
Merkwürdige Scheiben brauchen auch merkwürdige Namen. Das muss sich Zack Condon aus Albuquerque, New Mexiko, gedacht haben, als er seinem Projekt den Namen Beirut gab. Obwohl: Beirut stand einmal für Multi-Kulti und dann trifft es den Nagel auch wieder auf den Kopf. Denn das „Gulag Orkestar“ klingt wie aus ein Schmelztiegel verschiedener (zum Teil imaginärer)…
Was nach dem Krieg passierte, erzählt uns M. Ward auf seinem neuen Album. Und das ist das Haupt-Merkmal der neuen Scheibe: Ward erzählt. Hin und wieder unterbrochen von durchaus soliden Rock-Passagen, aber im Prinzip jeweils in Form klassischer Folk-Songs mit einer Prise Blues. Auch wenn hin und wieder ein Mellotron den Ton angibt, eine psychedelisches…
Platte der Woche KW 34/2006 Die „leisen Nachwehen“ zum letzten Mountain Goats-Album sollen das sein. Gewiss keine schlechte Umschreibung für das neue Werk von John Darnielle und seine Mannen. Denn Darnielle entschied sich hier für den Rückzug ins Ich – was sich auch musikalisch niederschlägt. Obwohl Darnielle nicht alleine agiert, ist dies doch fast ein…
Alles beginnt mit dem Zweizeiler „I was a lover / before this war“, und darin ist auf engstem Raum schon alles enthalten, was das zweite Album der Band aus Brooklyn auf der textlichen Ebene ausmacht. Es geht bei „Return To Cookie Mountain“ nämlich um die großen Gefühle und um das große Ganze: Leid, Angst, Gewalt,…
Wer die Historie von Mojave 3 kennt – von den Anfängen nach der Beendigung des Slowdive-Projektes über die Solo-Alben von Neil Halstead und Rachel Goswell bis zur neuen Scheibe – der hatte zwar vielleicht insgeheim immer gehofft, dass es mal ein Mojave 3-Album mit Uptempo-Songs geben würde, aber sicher nie so richtig daran geglaubt. Denn…
Wenn Scott Walker alle zehn Jahre aus seinem Elfenbeinturm krabbelt und die Welt mit einem neuen Werk beglückt, dann darf man alles Mögliche erwarten – nur nichts, was es schon mal in dieser Form gegeben hat. Zu höchst kryptischen Texten zwischen Dadaismus und Comic-Sprechblasen-Ästhetik erschuf der ehemalige Sunnyboy eine sehr, sehr ernsthafte Oper, die allerdings…
Selten genug gibt es ja Bands, die sich die Mühe machen, nach einer eigenen musikalischen Sprache zu suchen. Celebration ist da gewiss die löbliche Ausnahme. Auf dem selbstbetitelten Debüt finden sich tatsächlich Klangbilder, die man so noch nie gehört hat. Getrieben von dem Bedürfnis, sich mittels komplexer Rhythmen auszudrücken, stürzen sich Katrina Ford und ihre…
Wann hat es das zum letzten Mal gegeben: Töne, die man beim besten Willen so noch nie gehört hat, noch nicht gehört haben kann? Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang allerhöchstens an „Tapestry Mastery“ von The Apes, aber selbst dieses Kunstwerk war gegen Celebration ein Ausbund an Melodieseligkeit. Hier jedoch haben wir es zu tun…