Dass auf dem Cover digitale Stacheln aus dem Gesicht von Hannah Rogers aus Chipstead, die sich lieber (nach dem Spitznahmen…
Dass auf dem Cover digitale Stacheln aus dem Gesicht von Hannah Rogers aus Chipstead, die sich lieber (nach dem Spitznahmen ihrer Großmutter) Pixx nennt, wachsen ist nicht so verwunderlich. Denn auf dem Debütalbum der jungen Dame geht es um die Ängste, denen man sich als Individuum in einem Zeitalter der Veränderungen ausgesetzt sieht. Zwar stammt…
Schön, dass es immer wieder auch Künstler(inn)en gibt, die es sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben haben, entgegen möglicher Erwartungshaltungen immer wieder mit Überraschungen aufzuwarten. Aldous Harding aus Neuseeland gehört definitiv mit dazu. Nominell macht sie eine Art von organischem Art-Kook-Pop. Unter der Regie von Produzent John Parrish entstand nun aber ein zerbrechlich/düsteres Klangkunstwerk, auf…
Zugegeben: Im Alter von gerade mal 17 bzw. 19 einen derart eklektischen Mix aus allem, was klassische organische Retro-Popmusik auszeichnet, auf die Beine zu stellen, ist schon ziemlich beeindruckend. Dabei sind die Gebrüder Brian und Michael D’Addario aus Long Island dann allerdings ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. In dem sichtlichen Bemühen, jegliche Banalität aus…
Nach einigem Herumprobieren scheint das Trio aus Tampa, Florida auf seinem zweiten 4AD-Album zu einer eigenen Ästhetik gefunden zu haben, die im Übrigen auch der Philosophie ihres Labels entgegenkommt. Es gibt Indie-Pop mit einer verhallten 80s Sensibilität und entsprechenden New Wave-Elementen – aber auch mit einem gewissen hymnischen Anspruch, wie er etwa in Tracks wie…
Geradezu erleichtert nimmt der Freund gediegener Klangkunst zur Kenntnis, dass das neue Werk von Scott Walker „nur“ ein Soundtrack ist – und zwar zu dem Spielfilmdebüt vom Brady Cobert, dem Psycho-Drama „The Childhood Of A Leader“ mit Robert Pattinson. „Erleichtert“ deshalb, weil Walker in einem – durch eine andere Kunstform bereits vorgegebenem Rahmen – weit…
Bisher hantierte der Däne Søren Juul unter dem Projektnamen Indians und machte mit psychedelisch verhalltem Klangwolken-Dreampop seinem Label alle Ehre. Dass er nun unter eigenem Namen agiert, ist darin begründet, dass er mit diesem Album nun einen Stilwandel vollzieht, in dem er sich dem klassischen Songwriter-Pop zuwendet. Seine Songs sind allemal konkreter geraten, als die…
Bereits ein Mal besorgten die Gebrüder Aaron und Bryce Dessner von The National mit der 2009er Kompilation „Dark Is The Night“ Geld für die Aids-Foundation „Red Hot“. Diese Tradition setzen die Brüder nun mit dieser monumentalen Hommage an die Grateful Dead fort. Dabei überzeugt dieses Projekt vor allen Dingen in einem Punkt: Wie die Musik…
Also angesichts dessen, dass es sich bei diesem Projekt um eine B-Supergruppe handelt, die sich aus der Devendorf-Rhythmusgruppe und Ben Lanz von The National rekrutiert, klingt dieses Elaborat ganz schön ernüchternd. Es gibt minimal konstruierten Psychedelia-New-Wave-Kraut-Post-Rock mit sehr flachem kompositorischen Gerüst, wobei simple Akkordfolgen (meistens nur zwei) mit sehr viel Aufwand emsig umspielt werden –…
Platte der Woche KW 03/2016 Mit ihrem Debütalbum und den entsprechenden Live-Auftritten etablierten sich Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguiela vom Stand weg nicht nur als Next Big Thing im Indie-Rock-Circus, sondern auch als eine der sympathischsten neuen britischen Bands seit Äonen. Die sympathisch linkische Art, mit der sich Elena Tonra und ihre Herren…