Manchmal ist es schon eigenartig, wie manche Musiker ticken. Nehmen wir zum Beispiel mal Dan Mangan. Der Kanadier schlug bei…
Manchmal ist es schon eigenartig, wie manche Musiker ticken. Nehmen wir zum Beispiel mal Dan Mangan. Der Kanadier schlug bei uns erstmalig über seine atemberaubenden Live-Shows ein, auf denen er sich als solider, lebenslustiger und spielfreudiger Americana-Künstler mit einem Händchen für hymnische Mitsing-Hits a la „Robots Need Love Too“ empfahl. Nun: So etwas tun viele…
Dass Konstantin Gropper ein wenig unkonventionell denkt, dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. Mit der Veröffentlichung des neuesten Get Well Soon-Werkes hat er indes den Vogel abgeschossen. Denn anstatt einfach eine weitere CD herauszubringen, gibt es das Material verteilt auf drei limitierten Vinyl EPs (bzw. zur Not als Download), die verteilt über den November erschienen…
Unter dem Dach des City Slang Labels hat sich nun ein unkonventionelles, multinationales Projekt versammelt, bei dem ein Spanier, ein Portugiese, eine Korsin und ein Brite unter der Regie eines amerikanischen Produzenten in London eine ungemein eigenständige, psychedelisch/organische Melange anrichteten, die am Ende – wenn überhaupt – nach gar keinem der angesprochenen Länder klingt, sondern…
Nur zur Vorsicht sei darauf hingewiesen, dass es sich bei „Ypres“ nicht um ein normales Album der Band handelt. Stuart A. Staples berichtet, dass die Tindersticks angesprochen wurden, eine Art Soundtrack für das Kriegsmuseum im belgischen Ypern zu erschaffen, um an die Gräuel des ersten Weltkrieges zu erinnern, der ja bekanntlich zu großen Teilen in…
Dan Snaith, der in London residierende Exil-Kanadier, der sein Projekt Caribou nennt, war selbst vom Tenor seines neuen Werkes überrascht, das nämlich eine respektable Anzahl von Love-Songs enthält. Musikalisch schlägt sich das überraschenderweise nicht in einem Balladen-Album, sondern in Form einer ausgeschlafenen Disco-Scheibe nieder, auf der Snaith, der ja vornehmlich als Soundfrickler begann, natürlich auf…
Auf seinem neuen Album schlägt Ahmed Gallab einen breiten Bogen, der seinen Soulpop hier – anders noch als auf seine letzten Album „Mars“, auf dem er sich an den Vibes seiner Brooklyner Heimat inspirieren ließ – in Richtung seiner Roots aufbohrt. So kommen die federleichten Popsongs hier mit einer Menge federnder Vibes afrikanischer und karibischer…
Auf ihrem achten Album (und der Rückkehr zum ursprünglichen Mutterlabel) weichen die Gebrüder Lippok und Stefan Schneider tatsächlich vom selbst gewählten Dogma der Sound-Konstruktion ab und überraschen – jedenfalls teilweise – mit so etwas wie konventionellen Song-Strukturen. Sogar drei Tracks mit Vokalbeiträgen leistete man sich, indem man den mental gleichgesinnten Fan Arto Lindsay bat, den…
Nachdem sich Nick Sanborn von Megafaun und Amelia Meath von dem Folk-Trio Mountain Man zu dem Duo Sylvan Esso zusammengetan hatten, wäre – rein vom musikalischen Erbe der Mutterbands – ein Mix aus Indie- und Folkpop dabei herauskommen müssen. Doch nix da: Sylvan Esso haben sich für ihre spezifische Art des E-Pop entschieden. Eher sparsame…
Kurz gesagt: So klingen Scheiben nun mal, die von kratzbürstigen Indie-Recken mit den Mitteln der Elektronika fabriziert werden. Angesichts der nickelig verbogenen, betont spröden Gesangslinien Jenn Wasners, die jeden Anschein echter Melodien im gewollten, künstlichen Bruch versenken, mag man – trotz entsprechender Zutaten wie lustig zwitschernder Beeps & Clonks, knackiger Beats und klassischem Songformat –…