Platte der Woche KW 11/2008 The Kills spielen ihre Songs nicht nur, sie leben sie auch. Deshalb klingen ihre Platten…
Platte der Woche KW 11/2008 The Kills spielen ihre Songs nicht nur, sie leben sie auch. Deshalb klingen ihre Platten oft wie eine Schlacht, vertonen sie doch den täglichen Kampf ums Überleben ihrer beiden Protagonisten Jamie Hince und Alison Mosshart, die seit Jahren den Tanz auf der Rasierklinge zelebrieren. „You are a fever, you are…
Der Meister des spinnerten Indie-Kunstrock ist wieder da. Obwohl: Mittlerweile hat auch der ehemalige Pavement-Vorsitzende gelernt, seine Ideenfülle strukturiert unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht ist das der Grund, warum sein viertes Post-Pavement-Album nach einer vierjährigen Pause sein bislang zugänglichstes, sortiertestes Werk geworden ist. Daran mögen seine gleichgesinnten Musikanten nicht ganz unschuldig sein – darunter…
Mit seinem dritten Album, „Dropping The Writ“ (ein „Writ“ ist ein amtliches Schreiben – wie z.B. eine Vorladung), beweist Cass McCombs, dass Ausdauer und Üben sich am Ende eben doch auszahlen. Lebte sein Debüt-Album „A“ noch weitestgehend von der Idee und waren die Songs auf seinem zweiten Werk, „Prefection“ – trotz Band – zwar schon…
Platte der Woche KW 05/2008 Die Sons And Daughters seien poppiger geworden, hieß es im Vorfeld der neuen Veröffentlichung der Glasgower Energiebolzen. Das musste natürlich aufgrund der strikten Indie-Mentalität von Scott Patterson, Adele Bethel und ihren Kumpels erst mal skeptisch gesehen werden. Aber es stimmt: Zwar werden immer noch ungemein energische, ja hektische und unerbittlich…
Zwei Namen drängen sich beinahe auf, nachdem die ersten Töne des jungen britischen Quartetts aus den Boxen gequollen sind: The Fall und Gang Of Four. Ersteres wegen Jack Barnetts akklamativem Sprechgesang und Letzteres wegen der energischen Art, in der die neuen Puritaner dem Höher knackige und rhythmisch betonte Minimalriffs um die Ohren hauen, die immer…
Dev Hynes ist Lightspeed Champion (der Musiker – es gibt auch eine Comic-Figur gleichen namens, an der er arbeitet) und ein Mann, der offensichtlich alles mag. Der gebürtige Texaner, der nun in Essex lebt, entwickelte sein Sound-Universum, in dem auf unbeschwerte Art alles Platz findet, was sich nicht wehrt, aber nicht in England, sondern in…
Wer erinnert sich noch an „Dancing In The Street“ von Martha & The Vandellas? Dort saß Steve Reid hinter dem Drumkit – 1964 im Alter von 19 Jahren. Reid hat also in der Tat einige Erfahrung als Musiker. Seither spielte er mit Gott und der Welt zusammen. Heutzutage braucht er sich nichts mehr zu beweisen…
In der Info wird dieses Re-Issue aus 2004 als „Lost Classic“ beschrieben. Das ist freilich ein wenig hoch gegriffen. Denn die Kanadier Jeremy Greenspan und Johnny Dark machten auf ihrem Debütalbum im Prinzip ganz normalen 80er Elektro-Pop – irgendwo zwischen Depeche Mode und New Order – ohne auch nur ansatzweise die visionäre Weitsicht zu entwickeln,…
Die Pyramids haben sich auf die Fahnen geschrieben, die glorreichen Tugenden des hausbackenen Hinterhof-Rock’n’Roll hochleben zu lassen: Cheap & Dirty sollte diese Scheibe klingen – und das tut sie auch. Mark Cleveland und Sam Windett von The Archie Bronson Outfit hatten den Wunsch, eine ursprüngliche, unbehauene, möglichst direkte Art eine Garagenrock-Scheibe einzuspielen – und nahmen…