Platte der Woche KW 41/2022 Wenn eine Band, die gerade erst ihre musikalische Laufbahn beginnt, ein Album vorlegt, das klingt,…
Platte der Woche KW 41/2022 Wenn eine Band, die gerade erst ihre musikalische Laufbahn beginnt, ein Album vorlegt, das klingt, als musiziere sie bereits seit Jahren zusammen, dann ist das ja schon irgendwie beeindruckend. Wenn dann aber eine Band, die über 40 Jahre im Geschäft ist, ein Album vorliegt, das so frisch und unbefangen klingt,…
Das Projekt Plains kommt sozusagen mit eingebautem Verfallsdatum daher – denn Katie „Waxahatchee“ Crutchfield und ihre Freundin Jess Williamson machen deutlich, dass dieses gemeinsame Album (und eine sich anschließende US-Tour) eine einmalige Sache sein soll. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher: Es geht hier nicht etwa darum, die – recht unterschiedlich ausgerichteten – songwriterischen…
Platte der Woche KW 40/2022 Wen man fragt, was man liest, wo man gerade ist – immer und überall heißt es: Die Nerven sind super und ihr neues Album ganz besonders. Nun, was sollen wir sagen? Die Nerven sind super und ihr neues Album ganz besonders. Ist einfach so, diese leider nur zehn Lieder sind…
Mit ihrem letzten Album „Zan“ wagte die israelisch-persische Musikerin Liraz Charhi ein bemerkenswertes, gefährliches Experiment: Sie beteiligte iranische Musiker per Zoom an der Produktion des Albums – die freilich anonym bleiben mussten, um nicht in die Fänge der iranischen Religionswächter zu geraten. Für ihr nun vorliegendes, drittes Album „Roya“ (was „Phantasie“ bedeutet) wollte Liraz indes…
The Beths sind heimliche Giganten: Im Dunstkreis von Indierock, Emo und Power-Pop verwandelt das Quartett aus Neuseeland auf seinem dritten, augenzwinkernd „Expert In A Dying Field“ betitelten Album ein Gefühl der Niedergeschlagenheit und Beklemmung mit Wucht und Köpfchen in betont fröhlich klingende Lieder, die mühelos an die hochgelobten Vorgängerwerke „Future Me Hates Me“ aus dem…
Sind wir doch mal ehrlich: Als sich Olly Knights und Gale Paridjanian Anfang des Milleniums zusammenfanden und schon anlässlich ihres Debüt-Albums „The Optimist“ nicht so richtig erklären konnten, warum sie ihren leichtfüßigen Folkpop-Songs mit einer Referenz auf die italienische Autoindustrie unters Volk bringen wollten, roch die Sache doch schwer nach einem kurzweiligen und -lebigen Zeitvertreib.…
Jemand, der seiner Gitarre einen Namen gibt, hat zweifelsohne erkannt, dass das Musizieren kein bloßes Handwerk, sondern eine Beziehungsgeschichte mit der Muse ist. Willie Nelson, dessen Gitarre „Trigger“ heißt, ist zum Beispiel so jemand. Und sicherlich auch Geoff Smith – ein Barde aus der Hauptstadt Saskatoon der kanadischen Provinz Sasketchewan, dessen Instrument er „Gunner“ nannte.…
So komisch das klingen mag: Bislang krankten die Studioproduktionen des Grammy-prämierten Musikers Aaron „Son Little“ Livingston ein wenig daran, dass er sich offensichtlich bemühte, alles kontrollieren zu wollen – was zuweilen dazu führte, dass sich die Studioaufnahmen steriler anhörten als das, was er anschließend auf der Bühne daraus machte. Das ist auf dem dritten Album…
Irres Album! Wirr, wild, überraschend. Aber auch irre gut, wirklich. Parkway Drive, eine Band, die längst in ihrer eigenen Liga spielt und in dieser alle Rechte hat. Und alles macht. Gleichzeitig bleibt sie sich komplett treu und macht damit so vieles richtig. Sicher, als sie nach dem schon etwas anderen, dem teilweise recht hardrockigen „The…