Seit mindestens 27 Jahren beglückt uns der seit 2000 auf einer Farm in Wales lebende US-Barde Jeb Loy Nichols mit…
Seit mindestens 27 Jahren beglückt uns der seit 2000 auf einer Farm in Wales lebende US-Barde Jeb Loy Nichols mit seinem eigenwilligen Stilmix, der heutzutage auf elegante Art Soul, Country, Reggae und Folk-Sounds mit einer ansonsten kaum noch anzutreffenden heiteren Gelassenheit zusammen führt. Sein neuestes Werk „Country Hustle“ ist da keine Ausnahme – bis auf…
Der macht auch solo? Aber sicher. „Millport“ ist das bereits drittes Solo-Album des hauptberuflichen Bad Religion-Sängers. Doch es ist weder ein typisch akustisches Singer/Songwriter-Scheibchen geworden, noch ein Album voller Punk oder Folk. Nein, Greg Graffin outet sich als Fan von Country und Americana. Und das macht er nicht alleine, sondern mit Jonny „Two Bags“ Wickersham,…
Als Britt Daniels – nach wie vor der Mastermind und neben Drummer Jim Eno einzige Konstante des Bandprojektes Spoon – 1996 mit seiner elektrisch verstärkten, akustischen Gitarre die Indie-Szene um eine (eben wegen seines Gitarrenstils) eigenständige Grunge-Variante bereicherte, hätte er wohl selbst nicht gedacht, dass es die Band 20 Jahre später noch geben würde. Nun:…
Es ist für australische Songwriter ja nicht ganz einfach, eine eigene musikalische Identität zu finden – einfach deswegen, weil es keinen „typisch australischen Sound“ gibt und es darauf ankommt, dass sich die jeweiligen Protagonisten die für sie geeignetsten stilistischen Merkmale aussuchen. Im Idealfall entsteht so ein eigener Sound, der sich vor allen Dingen durch die…
Kann es etwas absurderes geben als englische Tapas? In dem Fall ist das eine Mischung aus einem halben Schottenei (eine in einem Fleischmantel eingebackene Eierspezialität), einer Tasse Chips, Essiggurken und einer kleinen Fleischpastete, die Sleaford Mod Andrew Fairn in einem Pup entdeckte. Die Inspiration für dieses neue Album des Duos war dann für Texter und…
Fünf Monate nach dem Beginn folgt nun mit „Jupiter (Part II)“ bereits der zweite Teil der Trilogie, die Johannes Sigmond alias Blauzun letztes Jahr vollmundig angekündigt hatte. Dabei überrascht der Holländer hier mit einer bemerkenswert konkreten Herangehensweise und lässt seine Affinitäten zum Glamrock auf eine ziemlich entschlackte Weise freien Lauf. Das bedeutet in dem Fall,…
Im Grunde ist das neue Werk des Cursive-Frontmannes Tim Kasher genau jenes, was Conor Oberst – trotz eifriger diesbezüglicher Bemühungen – noch nicht hinbekommen hat und was die Delgados leider nicht mehr eingespielt haben. Dieses verzweifelt klingende Namedropping macht aber durchaus Sinn, denn Kasher schaffte es hier, hochkomplexes, vertracktes Songwriting auf Folkbasis mit ambitionierten und…
Als die Schwedin Jennie Abrahamson vor zwei Jahren mit ihrem Album „Gemini Gemini“ heraus kam, schien sie ihr Setting zwischen E- und New-Wave-Pop und artistischen Klangexperimenten endgültig gefunden zu haben. Während nun das neue Werk „Reverseries“ in Sachen Songwriting nahtlos an die Bemühungen von „Gemini Gemini“ anschließt – und diese punktuell durchaus auch überflügelt -,…
Eine interessante Entdeckung gibt es hier zu machen. Jemima James ist die Mutter des inzwischen recht bekannten Songwriters Willie Mason, den die Labelchefs von Team Love 2004 in dessen Heimatstadt aufsuchten, um mit ihm sein Debütalbum zu planen. Jemima war ein Teil der New Yorker Folkszene in den frühen 70ern, zog dann aber mit ihrer…