Nach einigem Herumprobieren scheint das Trio aus Tampa, Florida auf seinem zweiten 4AD-Album zu einer eigenen Ästhetik gefunden zu haben,…
Nach einigem Herumprobieren scheint das Trio aus Tampa, Florida auf seinem zweiten 4AD-Album zu einer eigenen Ästhetik gefunden zu haben, die im Übrigen auch der Philosophie ihres Labels entgegenkommt. Es gibt Indie-Pop mit einer verhallten 80s Sensibilität und entsprechenden New Wave-Elementen – aber auch mit einem gewissen hymnischen Anspruch, wie er etwa in Tracks wie…
In den 80er Jahren stellte das Projekt Latin Quarter insofern eine Ausnahmeerscheinung dar, als das es hier – mitten im damals so angesagten New Wave Pop-Setting – eine Band gab, die sich grundsätzlich als politisch verstand und es schafften, mit ihren in angenehm zugängliche Arrangements verpackten Pop-Songs, unterschwellig Agitation zu treiben und der damals eher…
Zugegeben: Selbst wenn man mit deutschem Rap nicht so viel am Hut ist, besticht die Idee hinter dem neuen Jazzkantine-Werk dann doch%3B denn es gibt hier – sorgsam in unser sprachliches Milieu übertragene – Coverversionen dessen, was Jazzkantine „Old School Rap“ nennen – also jene Art von (damals noch rein organisch inszenierter) Musik, auf der…
In ihrer Heimat, der nördlichen Sahel-Zone, sind die aus Mauretanien stammende Noura Mint Seymali und ihr Gatte Jechy Ould Chigaly schon seit 2004 ein Household-Name in Sachen des Auslebens der lokalen, traditionellen, musikalischen Griot-Traditionen. „Arbina“ (was soviel wie „Gott“ bedeutet) ist ihr zweites Album, mit dem sie sich an ein westliches Publikum richtet, und so…
Es scheint so, dass langsam auch die Indie-Labels so verfahren wie die großen Plattenfirmen – denn das in Nashville eingespielte Debüt-Album von Lucy Dacus aus Pittsburgh, Pennsylvania, war schon auf dem lokalen Label EggHunt zu einem echten Szene-Hit geworden, als Matador auf die junge Dame mit dem eigenartigen Hobby „Reiseplanung“ aufmerksam wurde, und die Lizenz…
Nach dem frei verteilten „Star Wars“ ist das zehnte Wilco-Album nun wieder ein reguläres Werk, das sogar drei Tage vor dem normalen Veröffentlichungstermin schon auf Vinyl zu haben ist. War „Star Wars“ noch einer jener eher eklektischen Bastarde, wie Tweedy & Co. sie gerne mal in die Runde werfen, so geht es auf „Wilco Schmilco“…
Als David Eugene Edwards anlässlich seines letzten Wovenhand-Albums „Refractory Obdurate“ und der folgenden Live-Tour plötzlich die Verstärker aufdrehte und seine spirituellen Song-Predigten mit den Mitteln des Heavy Metal an den Mann brachte, atmeten die Fans einerseits insofern auf, als dass Edwards somit endlich ein Mittel gefunden hatte, seine musikalischen Ideen, die sich seit dem Ableben…
Wer Daniel Lanois immer nur auf seine Arbeiten als Produzent oder Solo-Künstler mit Songwriter-Ambitionen reduziert, tut dem Mann insofern unrecht, als dass er seine musikalische Laufbahn – zusammen mit Brian Eno – in einem nicht unwesentlichen Aspekt als Soundtüftler in Sachen Ambient-Klangforschung begann. Insofern ist dieses neue Instrumental-Album als eine Art Rückkehr zu diesen Wurzeln…
Das Projekt D.A.R.K. ist eine Art unterschwelliger Supergroup mittels derer Dolores O’Riordan, der gewesene Smiths-Bassist Andy Rourke und der DJ Olé Koretsky ihr Interesse an den Möglichkeiten Club-orientierter Popmusik ausloten. Die Sache begann zunächst als Dropbox-Projekt in einer Fernbeziehung, bevor sich die drei Protagonisten dann auch tatsächlich in Ontario zusammenfanden, um die Sache physisch zum…